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Hamburg

11. Dezember 2016 | 15:00 Uhr

CSD-Parade 2016 : So bunt ist der Christopher Street Day - Bilder aus Hamburg

vom

15.000 Teilnehmer und 150.000 Zuschauer werden zur Parade erwartet. Der Christopher Street Day hat in Hamburg Tradition.

Hamburg | 5 000 Mitwirkende, 150 000 Zuschauer an den Straßen und ausgelassene Stimmung - der Christopher Street Day in Hamburg hat die Erwartungen erfüllt. Mit bunten Kostümen, Musik und Plakaten zogen Schwule und Lesben am Samstag begleitet von Party-Trucks durch die Hamburger Innenstadt.

Die „Dykes on bikes“ (Lesben auf Motorrädern) führen in diesem Jahr die Parade an.

Dykes on bikes beim CSD Hamburg 2016.

Dykes on bikes beim CSD Hamburg 2016.

Foto: dpa
 

Stolz auf die eigene Identität - darum geht's auch beim Christopher Street Day.

CSD Hamburg 2016

CSD Hamburg 2016 Christopher Street Day

Foto: dpa

Auch auf Twitter gibt es Eindrücke von der Parade:

 

Unter dem Motto „Normal ist, wer Menschen achtet“ demonstrierten sie gegen Ausgrenzung, Hass und Homophobie. Die Parade markiert den Höhepunkt der Hamburger Pride Week. Diesjährige Schirmherrin ist Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD).

Neben Leonhard reihten sich auch Politiker wie Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne), die Fraktionsvorsitzenden Andreas Dressel (SPD) und Katja Suding (FDP) und der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs in den Demonstrationszug ein, wie der Verein Hamburg Pride mitteilte. Erstmals nahm die Türkische Gemeinde der Stadt an der CSD-Parade teil.

Der Hamburg-Pride-Vorsitzende Stefan Mielchen sagte: „Menschen zu achten heißt, ihre Vielfalt als Bereicherung für unsere Gesellschaft zu verstehen und nicht als Bedrohung: gleich, wen man liebt und gleich, woher jemand kommt. Dabei müssen die Herausforderungen klar benannt und Vorbehalte überwunden werden.“

Der Christopher Street Day (CSD) steht für Widerstand gegen Diskriminierung. Die bunte Parade erinnert an die Vorfälle um den 28. Juni 1969 in New York. Nach einer brutalen Polizeirazzia in der Bar „Stonewall Inn“ kam es zum Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen mit Straßenschlachten in der Christopher Street. Damals wehrten sich Schwule und Lesben erstmals gegen willkürliche Kontrollen und Schikanen.

Sie errichteten Straßensperren, bewarfen Polizisten mit Gegenständen und skandierten „Gay Power“. Die Unruhen um die Szene-Bar gelten als Initialzündung der internationalen Emanzipationsbewegung von Schwulen und Lesben. Heute erinnert der jährliche Christopher Street Day (CSD) an die Vorfälle und steht weltweit für das Selbstbewusstsein Homosexueller.

Natürlich geht es auch um Spaß.

CSD Christopher Street Day Hamburg 2016

CSD Christopher Street Day Hamburg 2016

Foto: dpa
 

Auch in Deutschland wird jährlich an verschiedenen Terminen im Sommer mit bunten Straßenfesten und Demonstrationen an die Ereignisse in New York erinnert. In Hamburg gibt es die bunte Parade seit 1980.

 
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erstellt am 06.Aug.2016 | 15:34 Uhr

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