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Hamburg

30. September 2016 | 08:37 Uhr

Nach Übergriffen : Silvester in Hamburg: Zahl der Anzeigen steigt auf 153

vom
Aus der Onlineredaktion

Um wie viele Opfer es sich handelt, wisse man noch nicht. Die Spurenlage sei gut.

Hamburg | Die Zahl der Anzeigen nach den Attacken auf Frauen in der Silvesternacht steigt in Hamburg weiter. Bis zum Montag habe die Polizei 153 Anzeigen gezählt, sagte ein Polizeisprecher. Um wie viele Opfer es sich handle, sei noch unklar, da in einigen Fällen mehrere Frauen zugleich angegriffen, begrapscht oder bestohlen wurden.

In der Silvesternacht sind in Köln und Hamburg zahlreiche Frauen sexuell belästigt und beraubt worden. Da es sich bei den Männern laut Zeugenaussagen um Ausländer gehandelt hat, wurde die Diskussion über Flüchtlinge neu entfacht. 

Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, die Spurenlage sei gut. Es gebe aber noch keinen konkreten Tatverdächtigen. Am Wochenende hatte die Polizei ihre Präsenz rund um die Reeperbahn massiv verstärkt. Besondere Vorfälle habe es nicht gegeben, hieß es.

An der Reeperbahn waren in der Silvesternacht Frauen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren jeweils von mehreren Männern umringt und an der Brust oder im Intimbereich begrapscht worden, sagte Polizeisprecher Holger Vehren nach Bekanntwerden der Vorfälle. Die Täter sollen Männer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren gewesen sein.

Die Art des Vorgehens sei für Hamburg neu. „Dieses Phänomen so komprimiert haben wir noch nie festgestellt“, sagte Vehren. In Einzelfällen seien Menschen von Dieben „angetanzt“ und bestohlen worden. Davon seien aber auch Männer betroffen gewesen. „In diesem Fall sind alle Opfer Frauen, auch das ist besonders“, sagte der Sprecher weiter. Nach Silvesterfeiern in früheren Jahren oder anderen Großereignissen wie dem Alstervergnügen seien keine Übergriffe nach dieser Methode bekannt geworden.

 

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erstellt am 11.Jan.2016 | 15:07 Uhr

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