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Hamburg

21. Februar 2017 | 10:50 Uhr

Hamburg : Schüsse im Streit um Prostituierte - neuer Zeuge verzögert Urteil

vom

Der Angeklagte soll Geld verlangt haben. Als er es nicht bekommt, soll er einen anderen Mann durch Schüsse schwer verletzt haben.

Hamburg | In einem Prozess um räuberische Erpressung und versuchten Totschlag in einem Streit um eine Prostituierte hat es eine überraschende Wendung vor dem Hamburger Landgericht gegeben.

Unmittelbar vor der geplanten Urteilsverkündung am Dienstag gegen einen 35-Jährigen meldete sich der Zwillingsbruder des Angeklagten und erklärte, der Beschuldigte sei unschuldig. Laut Staatsanwaltschaft soll der 35-Jährige Ende März vergangenen Jahres aus nächster Nähe mehrmals auf einen damals 29-Jährigen geschossen und ihn schwer verletzt haben. Hintergrund der Tat im Stadtteil Marienthal soll ein Streit um eine Prostituierte gewesen sein.

Nun teilte der Zwillingsbruder des Angeklagten per Fax mit: „Eine Verurteilung wäre Unrecht, da er die Tat nicht begangen hat.“ Der Bruder erklärte sich bereit, vor Gericht zu erscheinen und auszusagen. Die Strafkammer sah sich daraufhin gezwungen, weitere Verhandlungstermine anzusetzen, um den Bruder anzuhören.

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erstellt am 30.Aug.2016 | 16:02 Uhr

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