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Hamburg

10. Dezember 2016 | 19:36 Uhr

Fluggesellschaft Emirates : Schnelles Boarding: Hamburger Flughafen rüstet auf für A380

vom

Sieben Millionen Euro fließen in neue Passagierbrücken. Sie machen regelmäßige Starts und Landungen des Riesen möglich.

Hamburg | Für viele Hamburger ist er eine Art „Queen Mary 2“ der Lüfte: Der A380 erfreut sich schon deshalb an der Elbe großer Beliebtheit, weil Innenausstattung und Lackierung in Finkenwerder erfolgen. Wann immer einer der 73 Meter langen Doppelstockflieger an der Elbe niedergeht, sind Schaulustige auf den Beinen. Bisher allerdings beschränkt sich die Anwesenheit des Riesenjets auf Stippvisiten – was sich in absehbarer Zeit aber ändern dürfte. Die Fluggesellschaft Emirates erwägt nach Angaben ihres Vorstandschefs Tim Clark, den A380 täglich auf der Strecke nach Dubai einzusetzen. „Sobald die Infrastruktur in Fuhlsbüttel zur Verfügung steht“, komme der Superjumbo in die Hansestadt, hat Clark jetzt angekündigt.

Genau daran wird in Fuhlsbüttel gearbeitet. Im Zuge des laufenden Ausbau- und Erneuerungsprogramms erhält der Airport Helmut Schmidt an der Pier Süd zwei Doppelfluggastbrücken. Sie sind Voraussetzung dafür, dass der A380 schnell genug abgefertigt werden kann. Der Airport investiert sieben Millionen Euro in den Neubau der Passagierbrücken, der im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein soll. Ab dann könnte der Gigant der Lüfte im Linienverkehr regelmäßig in Hamburg starten und landen.

An Doppelfluggastbrücken stehen je zwei „Finger“ zur Verfügung, über die bis zu 550 Passagiere vom Jet ins Terminal gelangen und umgekehrt. Weil Flugzeuge am Boden kein Geld verdienen, ist das höhere Tempo beim Boarding ein wesentliches Kriterium für den Einsatz größerer Maschinen.

Emirates wartet schon länger auf die entsprechende Nachrüstung in Fuhlsbüttel, um auch dort sein Flaggschiff einsetzen zu können. Bisher bedient die arabische Fluglinie die zweimal täglich geflogene Strecke Hamburg-Dubai mit Flugzeugen des Typs Boeing 777. Mit dem Einsatz des Riesen-Airbus würde sich die Passagierkapazität um rund ein Fünftel erhöhen. Hamburg sei als Standort erfolgreich, heißt es bei Emirates, das an der Elbe weiteres Wachstumspotenzial sieht. Für ihre Strecken nach Frankfurt, München und Düsseldorf setzen die Araber bereits seit längerem auf den größten Passagierflieger der Welt.

Ansonsten erfüllt Hamburg bereits den A380-Standard, da Fuhlsbüttel von vornherein als Ausweichflughafen für die Airbus-Werkspiste in Finkenwerder hergerichtet worden war. Unter anderem wurden die Grünstreifen neben den Landebahnen mit Kunstharz befestigt, damit der Riesenjet mit einer Flügelspannweite von 80 Metern keinen Dreck aufwirbelt.

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erstellt am 28.Nov.2016 | 16:14 Uhr

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