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Hamburg

06. Dezember 2016 | 15:08 Uhr

Konzert eines Weltstars : Rihanna in Hamburg: Wenn ein ganzes halbes Volksparkstadion tanzt

vom
Aus der Onlineredaktion

Rihanna ist die Ikone von Allem, ein Kunstobjekt, das ihre Musik, ihren Look, ihr Auftreten immer wieder revolutioniert. So einzigartig wie ihr Konzert am Sonnabend im Volksparkstadion. Eine Party mit Kapuzenmantel.

Hamburg | Die Beine stecken in mehr als knielangen Stiefeln. Die Verlängerung der Pumps reicht bis an die Pobacken, die wiederum nicht so wirklich vom Mini-Overall verdeckt werden. Das Gewand, das sie darüber trägt, verhüllt dafür wiederum selbst ihre schöne Lockenmähne. Langen Schrittes läuft sie auf einem schwebenden Laufsteg entlang, um von der Klavier-Ballade „Stay“ zu „Woo“ und „Sex with me“ überzuleiten - beides sehr spezielle Arien ihres neuen Albums „Anti“. Irgendwie dunkel, und harmlos, nicht so eingängig. Das Gewand hat sie mittlerweile eingetauscht, gegen ihre sexy Tänzerinnen. Atemlos vollziehen sie eine choreographierte Pobacken-Show, während die männlichen Tanzbeinschwinger sich an einem lasziven Moonwalk versuchen.

Rihanna verbindet R&B mit karibischen Rhythmen und Elementen des Dance-Pops. Die heute 28-Jährige wuchs auf der Insel Barbados in der Karibik auf. Ihre Karriere begann im Jahre 2003, als sie mit zwei Schulfreundinnen eine Mädchenband gründete. Das Plattenlabel Def Jam ließ sie zu einem Vorsingen nach New York anreisen – kein geringerer als Jay-Z bot ihr prompt einen Vertrag an. Es folgte das Debütalbum „Music of the Sun“. Mittlerweile hat Rihanna 54 Millionen Alben verkauft. Sie landete mit 13 Singles auf Platz eins der Charts und wurde mit acht Grammys geehrt. Bei Facebook hat sie gar mehr als 80 Millionen Freunde. Sie ist eine der größten Sängerinnen überhaupt. Waren ihre ersten Alben noch oberflächlicher und unbedacht, haben ihre aktuellen Songs mehr Tiefgang und Geschichte. In Hamburg zeigt sie uns alles. Von „Umbrella“, über „Stay“, „Love on the Brain“ bis zu „Diamonds“ und „Where Have You Been“.

Rihanna kann sich inszenieren, immer wieder schlüpft sie am Abend in neue Rollen, unnahbar oder sexy, mainstream oder gewagt. Sie wirkt mal unglaublich zerbrechlich, dann wieder taff und selbstbewusst - oder auch selbstironisch, wie zu „Bitch Better Have My Money". Der Name des Songs sagt alles. Und sie ist smart. Kess fragt sie in die Menge, wer ihre Alben zu Hause hat. Die Hände im halb-vollen Volksparkstadion springen nach oben, als ob sie es ihrem Idol beweisen müssten. Sie haben sie alle.

Die Stimmung war gut, was nicht nur auf dem einen Smartphone festgehalten wurde, sondern eben auch auf dem anderen. Eigentlich auf allen: feiernde Fans vor einer feiernden Rihanna. Die Smartphones sind voll von solchen Bildern. Sie tanzen, wir tanzen. Ein ganzes halbes Stadion tanzt.

Bei Instagram veröffentlicht die Künstlerin ein Video aus Hamburg.

#HAMBURG thank you for tonight. #Turin, you're up next! #ANTIWORLDTOUR

Ein von badgalriri (@badgalriri) gepostetes Video am

 

Vergangene Woche noch organisierte Rihanna bei ihrem Konzert in Manchester für die im Regen wartenden Fans Pizza und Handtücher, in Hamburg dagegen konnte sie sich die Handtücher sparen. Die Hansestadt zeigte sich für die Künstlerin von einer guten Seite, ohne Regen- was wirklich keine Selbstverständlichkeit ist. So war auch eine Rihanna gut gelaunt, erzählte viel, lachte, flirtete mit den Zuschauern. Und so sei ihr auch verziehen, dass ihr immer wieder mal der Atem wegblieb und ihre gesanglichen Fähigkeiten so nicht für Lobeshymnen reichen. Der Party hat es keinen Abbruch getan. Am Ende bleibt nur die Frage, warum Rihanna den ganzen Abend über immer wieder mal Outfits mit Kapuze trägt. Vermutlich traute sie dem Hamburger Wetter dann doch nicht ganz.

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erstellt am 10.Jul.2016 | 10:07 Uhr

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