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Hamburg

28. März 2017 | 14:14 Uhr

Prozess gegen Messerstecher in Hamburg : Polizist über Angeklagten: „Er war unberechenbar“

vom

Anfang Januar griff der Angeklagte im Gericht eine Frau und den Richter mit einer selbstgebastelten Stichwaffe an.

Hamburg | Ein 39-jähriger Angeklagter, der Ende Januar eine Zeugin im Hamburger Landgericht angriffen hatte, ist bereits im Juni vergangenen Jahres von Polizisten als völlig unberechenbar beschrieben worden. Im Berufungsprozess um einen früheren Angriff auf die 25 Jahre alte Frau verlas das Gericht am Dienstag die Aussagen von vier Beamten in erster Instanz. Demnach war der Angeklagte vor seiner Festnahme im Dezember 2015 mit einem Messer in der Hand in Richtung einer U-Bahn-Station im Stadtteil Billstedt geflüchtet. Er hatte sich bereits mehrere Verletzungen selbst zugefügt. „Ich habe mich gefragt, ob er in die U-Bahn läuft. Er war unberechenbar“, sagte eine 27 Jahre alte Beamtin. Der Angeklagte habe versucht, einen anderen Polizisten mit dem Messer anzugreifen. Nach zwei Warnschüssen feuerte ein 24-jähriger Polizist schließlich auf die Beine des Mannes.

Das Amtsgericht hatte den 39-Jährigen im Juni 2016 zu einem Jahr und vier Monaten Gefängnis verurteilt. Zu Beginn der Berufungsverhandlung Ende Januar war der Angeklagte plötzlich aufgesprungen und hatte die junge Frau, die er als seine Freundin bezeichnete, sowie den Staatsanwalt mit einer selbstgebastelten Stichwaffe verletzt.

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erstellt am 07.Mär.2017 | 13:10 Uhr

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