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Hamburg

05. Dezember 2016 | 01:36 Uhr

Airport Helmut Schmidt : Pilotenstreik bei Lufthansa geht weiter – wieder Flugausfälle in Hamburg

vom

Auch am Mittwoch streicht die Lufthansa mehrere Flüge. Bundesweit sind 98.000 Passagiere betroffen.

Hamburg | Der Streik der Lufthansa-Piloten geht am Mittwoch weiter und wird am Hamburger Airport Helmut Schmidt zu Flugausfällen führen. Wie bereits am Dienstag werden 50 von 60 Abflügen und Ankünften von und nach Frankfurt und München gestrichen, teilte der Flughafen mit. Die Lufthansa bedient von Hamburg aus nur diese beiden Flughäfen. Nach dem Notflugplan starten drei Maschinen nach München und zwei nach Frankfurt.

Seit der vergangenen Woche hat die Lufthansa wegen des Streiks mehr als 200 Flüge am Hamburger Flughafen gestrichen. An jedem Streiktag sind rechnerisch 5000 bis 6000 Passagiere von und nach Hamburg betroffen. Sie müssen auf die Bahn oder das Auto ausweichen oder andere Fluglinien benutzen. Wer im Lufthansa-Netz ab Hamburg zu einem Ziel auf einem anderen Kontinent reisen will, kann alternativ die Knotenpunkte Wien, Zürich oder Brüssel nutzen.

Bundesweit trifft der Arbeitskampf das Unternehmen und seine Kunden hart. „Von den 890 gestrichenen Flügen sind rund 98.000 Passagiere betroffen“, sagte ein Sprecher des Unternehmens am frühen Morgen. Ein Sonderflugplan solle die Folgen des Arbeitskampfs bei Deutschlands größter Fluggesellschaft mildern.

Die Flieger der Töchter Eurowings und Germanwings heben wie geplant ab. Weitere Streiks seien mit einem Vorlauf von 24 Stunden jederzeit möglich, warnte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Der Dauerkonflikt dreht sich vor allem ums Geld. Lufthansa und Cockpit streiten schon seit Jahren um die Gehälter von rund 5400 Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings.

Fragen und Antworten zum Streik

Wohin kann ich mich wenden?

Passagiere erreichen Lufthansa unter 0800/850 60 70 (kostenlos aus dem Festnetz, Mobilfunk abweichend). Ob ihr Flug betroffen ist, sehen sie auf Lufthansa.com unter der Rubrik „Flugstatus“.

Kann ich meinen Flug umbuchen oder stornieren?

Bei gestrichenen Flügen dürfen Kunden ihr Ticket kostenlos stornieren oder umbuchen. Letzteres gilt für Flüge bis zum 30. November auch, wenn sie nicht vom Streik betroffen sind. Dies betrifft Buchungen bei Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines ab oder nach Frankfurt, München oder Düsseldorf, bei denen die Tickets bis zum 28. November ausgestellt wurden. Der neue Reisezeitpunkt muss dabei vor dem 31. März 2017 liegen und der Originaltarif beibehalten werden. Bei innerdeutschen Verbindungen können Kunden auf die Deutsche Bahn ausweichen. Dafür lässt sich das Ticket unter „Meine Buchungen“ in eine Bahnfahrkarte umwandeln.

Kann ich jetzt Lufthansa-Flüge an Weihnachten vorsorglich stornieren?

Nein. Fluggäste können Flüge außerhalb des Streikzeitraums laut einer Lufthansa-Sprecherin nicht auf Verdacht gebührenfrei stornieren oder umbuchen. Wer also im Besitz eines Tickets für einen Flug in einigen Tagen oder Wochen ist, kann es nicht aus Angst vor einem Andauern des Streiks kostenfrei zurückgeben.

 
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erstellt am 30.Nov.2016 | 07:06 Uhr

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