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Hamburg

03. Dezember 2016 | 20:54 Uhr

Weiträumiges Flugverbot : OSZE-Gipfel 2016: Drohnenverbot in Hamburg und Umland

vom

Ein „Flugbeschränkungsgebiet“ mit einem Radius von 55,5 Kilometer um Hamburg wird beim Außenministertreffen gelten.

Hamburg | Hamburg wappnet sich für das Außenministertreffen der OSZE-Staaten am 8. und 9. Dezember. Polizei und Luftsicherheitsbehörde haben dazu ein überraschend weiträumiges Flugverbot erlassen. Während der Gipfeltage sei ein „Flugbeschränkungsgebiet“ mit einem Radius von 55,5 Kilometer um die Metropole herum eingerichtet, teilte die Polizei mit. Nicht betroffen seien der Flugverkehr des Airports Hamburg sowie Rettungs- und Polizeihubschrauber.

Ansonsten aber soll am Himmel über Hamburg und Umgebung vom 8. Dezember, 8 Uhr, bis 9. Dezember, 19 Uhr, nichts gehen. „In dieser Zeit dürfen unter anderem keine Luftfahrzeuge, Flugmodelle, Heißluftballons und Drohnen starten“, heißt es in der Mitteilung. Der Kreis für das Drohnen- und Ballonverbot ist so weit gezogen, dass er im Norden bis kurz vor Neumünster reicht, im Westen bis Itzehoe, im Osten bis kurz vor Lübeck sowie im Süden bis Bispingen. Die Maßnahme sei nötig, um die Sicherheit des Luftraums während des OSZE-Treffens zu gewährleisten, so die Begründung. Der Flughafenbetrieb in Fuhlsbüttel sei davon nicht beeinträchtigt, das gelte auch für die Anreise zum Airport.

Zum OSZE-Gipfel in den Messehallen und im Rathaus erwartet Hamburg 57 Außenminister sowie etwa 1300 Delegationsmitglieder. Prominenteste Teilnehmer sind US-Amtsinhaber John Kerry, Sergej Lawrow aus Russland sowie als Gastgeber der Bundesaußenminister und designierte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Rund um die beiden Veranstaltungsorte wird es strenge Zugangskontrollen sowie diverse Straßensperrungen geben. Der U-Bahnhof Rathaus ist an beiden Tagen dicht. Gullys sollen laut Senat aber nicht verplombt werden. Um Kindern auf dem Schulweg den Anblick Tausender Polizisten in Kampfmontur zu ersparen, hat die messenahe Grundschule Sternschanze Eltern freigestellt, ihre Töchter und Söhne an beiden Tagen zu Hause zu lassen.

Die Polizei hat laut Sprecher Timo Zill keine Hinwies auf gewaltsame Proteste kritischer Gruppen rund um die OSZE-Veranstaltung. Insgesamt werden nach seinen Angaben etwa 10.000 Beamte aus Hamburg und anderen Bundesländern das Treffen schützen.

Seit gestern ist indes bekannt, dass das als radikal geltende „Bündnis gegen imperialistische Aggression“ für den Abend des 8. Dezember eine Demonstration an der Sicherheitszone rund um die Messe angemeldet hat. Die Gruppe gehört zum „Internationalen Zentrum“ in der Brigittenstraße 5 (B5) auf St. Pauli. Laut Hamburger Verfassungsschutz sympathisieren die im B5 ansässigen Gruppen „mit terroristischen und kommunistischen Organisationen aus Indien, Peru sowie den kurdischen Autonomiegebieten“.

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erstellt am 16.Nov.2016 | 19:34 Uhr

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