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Hamburg

09. Dezember 2016 | 05:00 Uhr

Gershwin-Oper „Porgy and Bess“ : New York Harlem Theatre bringt sommerliche Südstaaten-Atmosphäre nach Hamburg

vom

Die Gershwin-Oper „Porgy and Bess“ begeistert das Publikum in der Hamburgischen Staatsoper.

Hamburg | Der Opern-Klassiker „Porgy and Bess“ von George Gershwin hat am Mittwochabend eine umjubelte Premiere in der Hamburger Staatsoper gefeiert. Die Sänger des New York Harlem Theatre begeisterten das Publikum mit ihrer Interpretation der Geschichte um die Liebe des Bettlers Porgy zu der leichtlebigen Bess.

Gershwin bringt mit „Porgy and Bess“ Blues und Jazz-Elemente in die Oper ein. Das Lied „Summertime“ gehört zu den erfolgreichsten Stücken überhaupt. 

In den Titelpartien überzeugten Morenike Fadayomi als Bess und Kevin Short als Porgy. Aber auch Jermaine Smith als Sportin' Life, Darren K. Stokes als Crown und Marjorie Wharton als Maria waren prominent besetzt. Am Ende gab es minutenlangen Applaus im Stehen für die rund 100 Mitwirkenden, darunter Musikdirektor William Barkhymer.

Evergreens wie „Summertime“ oder „It Ain't Necessarily So“ versetzten die Zuschauer drei Stunden lang in die Südstaaten-Atmosphäre der 1920er und -30er Jahre. Dazu trugen neben den Spiritual- und Gospelchorälen, den jazzigen Rhythmen des frühen Swing und ursprünglichen Blues auch das authentische Bühnenbild (Michael Scott) und die passenden Kostüme (Christina Giannini) bei. Gebannt verfolgten die Zuschauer, wie Bess vergeblich versucht, ihrem alten Leben zu entkommen, um bei Porgy endlich das Glück zu finden. Doch die Geister der Vergangenheit in Gestalt des Drogendealers Sportin' Life und ihres Ex-Freundes Crown lassen sie nicht zur Ruhe kommen.

1935 am Broadway uraufgeführt, lieferte „Porgy and Bess“ ein aktuelles Sittengemälde seiner Zeit. Seit mehr als 20 Jahren tourt das New York Harlem Theatre mit dem Musikklassiker um die Welt. Gemäß dem Willen Gershwins darf das Stück ausschließlich von Schwarzen aufgeführt werden.

„Porgy and Bess“ ist noch bis zum 28. August in der Hamburgischen Staatsoper zu sehen.

 

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erstellt am 18.Aug.2016 | 10:27 Uhr

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