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Hamburg

07. Dezember 2016 | 09:44 Uhr

Elbphilharmonie in Hamburg : Neuer Elphie-Ärger: Keine Kartenzahlung im Parkhaus möglich

vom
Aus der Onlineredaktion

Parken in der Elbphilharmonie ist teuer. Doch das ist nicht alles: Wer kein Bargeld dabei hat, bekommt Probleme.

Hamburg | Besucher der neuen Elbphilharmonie schwärmen von Hamburgs neuem Wahrzeichen: „Wunderschön!“ „Doch jeden Euro wert!“ „Fantastisch!“ Doch das böse Erwachen kommt schnell - spätestens im Parkhaus. Denn: Wer nicht genügend Bargeld dabei hat, kommt mit seinem Auto nicht wieder aus der Tiefgarage heraus.

Die Plaza der Elbphilharmonie wurde im November eröffnet, im Januar soll das erste Konzert stattfinden. Nach knapp zehnjähriger Bauzeit und einer Kostenexplosion wurde das spektakuläre Gebäude der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron mittlerweile offiziell vom Bauunternehmen Hochtief an die Stadt Hamburg übergeben.

shz.de-Videoreporterin Victoria Lippmann hat den Parkhaus-Ärger am eigenen Leib erlebt. Für einen Dreh exklusiver Einblicke in die bis dato noch nicht eröffnete Elbphilharmonie war die Reporterin sechs Stunden lang im Konzerthaus unterwegs. Als sie ins Parkhaus zurückkehrte, wurde ihr eine Facette der Elphie gezeigt, die sie lieber nicht gesehen hätte: Der Parkscheinautomat zeigte 24 Euro an.

„Ich hatte aber nur 15 Euro in bar bei mir,“, erinnert sich Lippmann. Das war der erste Schock, dann folgte der zweite: „Kartenzahlung war bei den Automaten im Parkhaus nicht möglich.“ Lippmann eilte zum Pförtner. Doch der war keine Hilfe. „Er riet mir, ich sollte mir von jemandem Geld leihen, aber ich war ja allein unterwegs“, sagt die Videoreporterin. Da blieb nur der Weg zum nächsten Bankautomaten. „Nach etwa 15 Minuten war ich zurück. Die Parkgebühr war in der Zwischenzeit zum Glück nicht noch teurer geworden.“

Lippmann ist nicht die einzige, die sich über die veraltete Technik im Elphie-Parkhaus ärgert. Der Sprecher der Hamburger Kulturbehörde, Enno Isermann, kennt die Kritik erboster Gäste und erklärt: „Die Automaten wurden vom Bauunternehmen Adamanta schon vor Jahren geordert, als Kartenzahlungen noch nicht der Regel entsprachen.“ Die Adamanta KG wurde gegründet, um den Bau und die Vermietung der Elbphilharmonie abzuwickeln. An ihr ist auch der Essener Baukonzern Hochtief beteiligt.

Isermann gelobt allerdings Besserung: „Seit dem 1. November hat der Parkraumbewirtschafter Apcoa den Betrieb des Parkhauses übernommen und wird die Parkautomaten austauschen und auch die Kosten dafür tragen.“ Es sei vertraglich vereinbart, dass das Parkhaus der Elbphilharmonie auf dem aktuellsten Stand gehalten werden muss. Bis zur offiziellen Eröffnung am 11. Januar 2017 soll die Kartenzahlung möglich sein. Noch weist Apcoa allerdings online daraufhin, dass Parkgebühren nur bar bezahlt werden können.

 
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erstellt am 23.Nov.2016 | 11:40 Uhr

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