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Hamburg

08. Dezember 2016 | 03:14 Uhr

„Karawane der Köche“ bei Sat.1 : Neue TV-Show: Tim Mälzer tourt mit Foodtrucks – auch durch Wedel

vom

Foodtrucks versprechen Essen auf Rädern in Cool. Die Fernsehköche Roland Trettl und Tim Mälzer glauben an die Idee - und lassen auf einer Deutschland-Tour sieben Kandidatenpaare gegeneinander kochen.

Hamburg | Mit der „Karawane der Köche“ will Fernsehkoch Tim Mälzer (45) zeigen, dass Fastfood auch gesund sein kann. „Foodtrucks können sehr wertiges Essen bieten, frisch gekocht, trotz eingeschränkter Möglichkeiten - und dafür treten wir auch an“, sagte Mälzer, der bereits vergangene Woche im Ersten für gesunde Ernährung geworben hatte. In seiner neuen Show ist der Koch dabei nun aber von anderen abhängig: Er ist vor allem Coach, Esser und Juror.

In der fünfteiligen Sat.1-Reihe (ab 7. September, 20.15 Uhr) reist Mälzer mit sieben rollenden Imbissbuden und sieben Kandidatenpaaren durch Deutschland. Ebenfalls dabei: Mälzers Südtiroler Kollege Roland Trettl (45). Die Teams, die sich jeweils mit einem eigenen Truck selbstständig machen wollen, konkurrieren mit ihren Konzepten um die Gunst der Fernsehköche. Ein Paar darf eines der Gefährte am Ende behalten.

Die sieben Paare wählen Mälzer und Trettl in einer Vorausscheidung aus und schicken sie in sieben Trucks quer durch die Republik. In jeder Region lernen sie regionale Erzeuger mit ihren lokalen Spezialitäten kennen und müssen Aufgaben bestehen um zu beweisen, dass sie es verdienen, weiterzuziehen. Wer dabei bleibt, entscheiden die beiden prominenten Profis.

Auftakt in SH

Die Folgen wurden bereits Ende Juni gedreht - unter anderem auch in Wedel im Kreis Pinneberg. Der Stop in Schleswig-Holstein wird in der ersten Folge zu sehen sein. Dann folgen Stationen in Zingst, Köln, Dortmund, das Rheingau, München, Franken, Berlin.

Auf den Trucks könne grundsätzlich alles gekocht werden, sagte Tim Mälzer. Backen und andere komplexe Dinge sollte man aus logistischen Gründen aber ausgliedern, empfahl er. Und auch der Preis ist wichtig: „Bei einem Foodtruck-Essen für sieben Euro sollten die Rohwaren nicht mehr als 2,50 Euro kosten“, verriet er über die Herausforderung für die Teams. Außerdem gelte es, Vielseitigkeit zu beweisen: „Für 1200 Kinder auf Schalke müssen sie anders kochen als auf dem Kiez morgens um 3 Uhr.“

Doch kann man für so wenig Geld überhaupt ein gutes Gericht zaubern? „Ja, zwar nicht die 850-Gramm-Portion. Aber wenn man kreativ die Zutaten kombiniert, gelingt eine ausgewogene und günstige Mahlzeit“, versprach der TV-Koch, der auch selbst einen Foodtruck hat. Sich angesichts dessen in der Sendung zurückzuhalten, fiel ihm ganz schön schwer: „Da juckt es einen auch selbst in den Fingern.“

Streetfood: Jung, hip und ehrlich

Mälzer scheint von der als jung und hip geltenden Streetfood-Küche, die viel mehr als Burger biete, fasziniert. Er will Teil dieses Trends sein. „Es ist etwas Direktes, unglaublich Ehrliches - außer schlechte Qualität gibt es keine Don'ts“, sagte er. Ob das auch mit seinem Älterwerden zusammenhängt? „Habe nicht den Eindruck, dass ich einen Jungbrunnen brauche“, erwiderte er. „Ich trage Turnschuhe, fühle mich sportlich, und mein biologisches Alter widerspricht meinem persönlichen Alter zum Glück.“ Die ebenfalls jung gebliebenen Kandidaten, darunter viele Köche bereits weit jenseits der 30, stammen aus ganz Deutschland und wollen Mälzer und Trettl mit verschiedensten Gerichten überzeugen. Ihre Herkunft zeigt sich laut Mälzer dabei oft am Herd: „Köche aus Hamburg oder Berlin, die keine eigene kulinarische Identität haben, arbeiten sich häufig intellektuell an die Küche heran. Leute aus dem Süden haben oft eine andere Selbstverständlichkeit“, sagte er.

Die Karawane durch elf Städte habe ihn aber auch in einer anderen Sache bestätigt: „Kulinarisch wird es Richtung Süden immer besser, ganz klar. Ich erkläre mir das mit der Formel ,je katholischer, desto opulenter das Essen und je protestantischer, desto karger'“, sagte er nach dem rund 2500 Kilometer langen Roadtrip.

Was all diese Erkenntnisse für die einzelnen Bewerberpaare bedeuten, wollte Mälzer noch nicht verraten. Er versicherte aber: „Bei der Auswahl der Teams haben wir geschaut, ob das Potenzial für einen dauerhaften Erfolg ausreicht, auch das wirtschaftliche.“

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erstellt am 05.Sep.2016 | 16:01 Uhr

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