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Hamburg

22. Februar 2017 | 23:04 Uhr

Mord in Hamburg : Messerattacke an der Kennedybrücke: Ermittler fahnden mit Phantombild

vom

Am 16. Oktober wurde ein 16-Jähriger in Hamburg erstochen. Jetzt hat die Polizei einen Hinweis auf einen Täter erhalten.

Hamburg | Im Fall des tödlichen Messerangriffs auf einen 16-Jährigen in Hamburg hat die Polizei das Phantombild eines Verdächtigen veröffentlicht. Zu sehen ist ein etwa 23 bis 25 Jahre alter Mann mit kurzen dunklen Haaren. Eine Zeugin habe sich nach der umfangreichen Medienberichterstattung gemeldet, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Sie habe einen möglichen Tatverdächtigen gut beschreiben können. Ob die Tat in Verbindung mit der Terrororganisation IS steht, ist noch immer offen.

Laut Polizei waren der 16-Jährige und seine ein Jahr jüngere Begleiterin zunächst in der Nähe des Steindamms unweit des Hauptbahnhofs unterwegs. Von dort fuhren sie mit der U-Bahn zum Jungfernstieg. Sie gingen über die Lombardsbrücke zum späteren Tatort. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Täter bereits auf dem Weg auf die Opfer aufmerksam geworden sei, teilte die Polizei mit.

Am 16. Oktober hatte ein Unbekannter den Jugendlichen an der Hamburger Alster mit mehreren Stichen getötet. Die 15-jährige Begleiterin des 16-Jährigen stieß der Angreifer ins Wasser. Sie blieb unverletzt. Die Polizei prüft derzeit eine Mitteilung des IS-Sprachrohrs Amak, wonach ein „Soldat“ des IS am 16. Oktober zwei Menschen in Hamburg angegriffen habe.

Der Mann auf dem Phantombild soll sich etwa zur Tatzeit auf der Lombardsbrücke befunden haben. Er soll etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß sein, eine „südländische Erscheinung“ haben, und einen bräunlichen Pullover und Jeans getragen haben.

Die Polizei prüft weiter eine Mitteilung des IS-Sprachrohrs Amak, wonach ein „Soldat“ des IS am 16. Oktober zwei Menschen in Hamburg angegriffen habe. „Wir prüfen das natürlich ernsthaft, und die Prüfung dauert noch an“, sagte der Sprecher. „Wir rechnen Anfang nächster Woche mit einem Ergebnis.“ Bei der Suche nach dem Täter wurden auch Tausende Ärzte um Mithilfe gebeten. Bei dem tödlichen Messerangriff hat sich der Täter laut Polizei möglicherweise selbst verletzt. Die Polizei bat deshalb die Hamburger Ärzte, Männer mit einer Handverletzung zu melden.

Die Mordkommission bittet Zeugen, die Angaben zur Identität der beschriebenen Person machen können oder weitere Beobachtungen gemacht haben, die mit der Tat im Zusammenhang stehen könnten, sich unter der Nummer 040/4286-56789 zu melden.

 

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erstellt am 02.Nov.2016 | 15:40 Uhr

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