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30. Juli 2016 | 13:07 Uhr

HSV in der Krise : Magath kommt nicht, Schonfrist für van Marwijk

vom

Letzte Chance für Bert van Marwijk: Sollte der HSV auch das Kellerduell gegen Braunschweig verlieren, wird sein Posten frei. Hoffnungsträger Felix Magath kommt dann aber nicht. Er betont aber: „Mit Euch wäre ich den Weg wirklich gerne gegangen.“

Hamburg | Felix Magath wird nicht als Trainer und Sportchef zum Hamburger SV zurückkehren. Jedenfalls nicht kurzfristig. Wie shz.de bereits heute Morgen berichtete, konnte sich der Aufsichtsrat des abstiegsbedrohten Bundesligisten nicht auf eine Nominierung des früheren HSV-Profis und späteren Meistertrainer von Bayern München und VfL Wolfsburg einigen. Zwei HSV-Spieler hatten am Mittwochabend kurz nach der Pokalbegegnung gegen Bayern München diese Personalie ausgeplaudert.

Magath bestätigte am Nachmittag über Facebook: „Leider beharren im HSV zu viele der alten Kräfte auf ihren Positionen, sind an einem ehrlichen Neuanfang nicht interessiert. Teile des Aufsichtsrates, der Vorstand sowie die Initiatoren der Gruppe HSVplus haben sich gegen mich gestellt. Wie soll man mit solchen Voraussetzungen einen Verein erfolgreich durch den Abstiegskampf führen?“

Der Hoffnungsträger betonte gegenüber dem HSV: „Mit Euch wäre ich den Weg wirklich gerne gegangen. Ihr jedenfalls seid Bundesligatauglich, ihr seid Spitze.“ Er rief die Fans dazu auf, zum Verein zu halten: „An Euch alle eine Bitte: unterstützt unsere Mannschaft – ohne Wenn und Aber – im Abstiegskampf.“

Die Initiative HSVPlus reagierte unterdessen „mit Erstaunen“ auf Magaths Ausführungen. „Dem können wir nicht folgen“, erklärten sie in einer Pressemitteilung. „Wir als eine Initiative von Mitgliedern haben keinen konkreten Einfluss auf die Entscheidungen des Aufsichtsrates oder des Vorstandes. Wir können uns daher weder gegen noch für eine Person aussprechen.“ 

Als Nachfolger von Trainer Bert van Marwjik wurden der bei Hannover 96 entlassene Mirko Slomka und der gegenwärtig vereinslose Bremer Thomas Schaaf gehandelt. Der HSV-Vorstand aber will van Marwijk noch eine Chance beim Auswärtsspiel am Sonnabend in Braunschweig gewähren, wie im Verlauf des Nachmittags bekannt wurde. Sollte die Partie beim Tabellenletzten auch verloren gehen, deutet alles auf eine Verpflichtung von Slomka hin. Nicht bekannt ist, wie sich Mäzen Klaus-Michael Kühne verhalten wird. Kühne hatte neue Millionen-Zuschüsse von einer Verpflichtung Magaths abhängig gemacht.

Der HSV hatte am Mittwochabend das Pokal-Heimspiel gegen Bayern München mit 0:5 verloren. Auch bei den letzten drei Bundesligapartien erlitt der HSV Niederlagen mit jeweils 0:3. In der Tabelle rutschte der HSV auf den 17. Platz, einem direkten Abstiegsplatz.

Durch die sportliche Not hatte die Diskussion über Magath an Fahrt gewonnen, wobei in den Führungsgremien des Vereins ein Streit über die Personalie entbrannte. Magath soll gefordert haben, nach einer halbjährigen Trainerzeit an die Vereinsspitze des HSV zu rücken. Magath war in der Vergangenheit als Trainer erfolgreich, etwa bei der Deutschen Meisterschaft mit dem VfL Wolfsburg 2009. Er gilt jedoch gegenüber Spielern und Vereinsführungen als machtbewusst und rücksichtslos und trägt deshalb den Spitznahmen "Quälix".

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erstellt am 13.02.2014 | 16:30 Uhr

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