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26. Juli 2016 | 18:00 Uhr

Hamburg : Hunderte demonstrieren für Frieden bei Ostermarsch

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Es geht um das Geschäft mit Waffen, die Krim-Krise oder das globale Engagement der Bundeswehr: Einige hundert Menschen gehen bei einem Ostermarsch in Hamburg für eine friedlichere Welt auf die Straße.

Hamburg | Mehrere hundert Menschen haben bei einem Ostermarsch am Montag in Hamburg gegen Krieg und die militärische Rolle Deutschlands in der Welt demonstriert. Zum Auftakt der Kundgebung im Stadtteil Uhlenhorst traten nach Polizeiangaben rund 450 Menschen für ein Verbot für Rüstungsexporte und Waffenkäufe oder gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr ein. Dem Aufruf waren hauptsächlich ältere Teilnehmer und Sympathisanten ökologischer, kirchlicher oder linker Bewegungen gefolgt. Die Veranstalter rechneten mit insgesamt etwa 800 Teilnehmern, die sich im Laufe der Demonstration beteiligen wollten.

Sönke Wandschneider vom Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung sagte: „Mit den Ostermärschen setzen wir uns für eine friedliche Welt ohne Militarismus ein.“ Die politische Forderung nach einer größeren Rolle Deutschlands in der Welt verharmlose die Gefahr, die vom militärischen Denken ausgehen würde. Er forderte mit Blick auf die Ukraine-Krise von der Bundesregierung auch eine „Abrüstung auf rhetorischem Gebiet“. Deutschland sei in der Pflicht, zwischen die Konfliktparteien Brücken zu schlagen: „Das Miteinanderreden muss weitergehen.“

Bereits am Ostersamstag hatte die evangelische Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, die Kirchen zu einem gemeinsamen Friedensgebet für die Ukraine aufgerufen. „Gerade dann, wenn viele Missverständnisse zwischen den Völkern in Europa im Raum sind, müssen wir, die wir so viele Jahre miteinander verbunden sind, das Gespräch suchen. Uns ist als Kirchen der ,Dienst der Versöhnung' aufgetragen“, heißt es in einem Ostergruß-Schreiben an den Metropoliten der Russisch-Orthodoxen Kirche in St. Petersburg, Varsonofij.

Auch in Schleswig-Holstein hatten am Samstag mehrere Hundert Menschen bei den traditionellen Ostermärschen in Schleswig-Holstein gegen Krieg und Waffenhandel demonstriert. Nach Angaben der Polizei gingen am Samstag in der Landeshauptstadt Kiel rund 250, in Wedel rund 200 und in Flensburg etwa 150 Menschen auf die Straße.

Hundert Jahre nach Beginn des Ersten und 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges stand der Konflikt in der Ukraine im Mittelpunkt der Proteste. „Wir verfolgen mit Besorgnis die Entwicklung in der Ukraine und auf der Krim“, erklärte der Zusammenarbeitsausschuss der Friedensbewegung Schleswig-Holstein (zaa-frieden). Die Antwort auf die Krise müsse in der Diplomatie liegen. „Krieg kann keine Probleme lösen und darf kein Mittel der Politik sein.“

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erstellt am 21.Apr.2014 | 14:21 Uhr

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