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Hamburg

27. März 2017 | 01:01 Uhr

Vor OSZE-Gipfel : Linke Gruppe verübt Brandanschlag auf Hamburger Messehallen

vom

Unbekannte entzünden Barrikaden vor dem Haupteingang. Die Tat ist politisch motiviert.

Hamburg | Eineinhalb Wochen vor dem OSZE-Gipfel in Hamburg haben Unbekannte einen Brandanschlag auf die Messehallen verübt. Eine linksgerichtete Gruppe hat sich am Sonntag zu dem Anschlag bekannt. „Wir haben (...) an dem Austragungsort der OSZE- und G20 Gipfel, der Hamburger Messe im Eingang Süd, mit Reifen und Benzin Feuer gelegt“, hieß es in dem im Internet veröffentlichten Schreiben. Die Schreiber kündigten weitere Aktionen an. „Wir stehen in den Startlöchern. Die Rebell_innen der Subversion werden in Hamburg deutliche Spuren hinterlassen und Zeichen der Zerstörung setzen.“ Eine Polizeisprecherin sagte nach Bekanntwerden des Bekennerschreibens, dies beweise einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag und dem geplanten Treffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Bereits zuvor waren die Ermittler von einer politischen Tat ausgegangen. Der Staatsschutz übernahm daraufhin die weiteren Ermittlungen.

In den Messehallen soll am 8. und 9. Dezember ein OSZE-Außenministertreffen stattfinden. Im Sommer folgt dann der G20-Gipfel. Bei beiden Veranstaltungen werden in Hamburg massive Proteste erwartet.

Vor dem Südeingang der Messehallen waren am Samstagabend mehrere Müllcontainer, Reifen und ein Motorrad in Flammen aufgegangen. Dabei wurde auch die Glasfront des Eingangs beschädigt. Auch auf der Straße vor dem Gebäude standen demnach zwei Barrikaden in Flammen. Durch die Hitze der Flammen zerbarsten Glasscheiben im Eingangsbereich der Messe. Verletzt wurde niemand.

Es entstand ein „erheblicher Sachschaden“, sagte der Sprecher. Die genaue Höhe des Schadens war aber zunächst nicht bekannt. Feuerwehrleute löschten den Brand nach Angaben eines Feuerwehrsprechers nach rund einer Viertelstunde. Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren die Brandstifter verschwunden. Sie hätten zuvor auf der Straße Nägel verstreut, sagte der Sprecher.

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erstellt am 27.Nov.2016 | 14:10 Uhr

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