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Hamburg

03. Dezember 2016 | 20:51 Uhr

A7-Ausbau in Hamburg : Lärmdeckel Schnelsen: Verkehrssenator Horch steht zur Premiere auf dem Dach

vom

Nach zwei Jahren Vorarbeiten haben nun die ersten 12 Meter Autobahn ein „Dach“ bekommen - ein Meilenstein für die Verkehrsbehörde. shz.de mit einer Übersicht aller wichtigen Bauabschnitte.

Hamburg | Auf der Westseite der Autobahn in Schnelsen geht es sichtlich voran: Der erste Teil des Lärmschutzdeckels hat jetzt ein Dach. Von dem Fortschritt hat sich am Montag Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) einen Eindruck verschafft. Es sei ein sehr gutes Gefühl, der Realisierung des Lärmschutzprojekts einen großen Schritt nähergekommen zu sein, sagte er. Jetzt sollen 25 Meter „Deckel“ pro Woche entstehen. Die Verkehrsbehörde spricht von einem europaweit zukunftsweisenden Lärmschutzprojekt.

 

Neben der Verbreitung der A7 im Hamburger Nordwesten auf acht Spuren wird in Stellingen, Schnelsen und Altona fleißig an den Lärmschutzdeckeln gebaut oder geplant. Wenn der Schnelsener Deckel Ende 2018 fertiggestellt ist, soll die viel befahrene Autobahn auf gut 560 Metern durch den Tunnel führen. Weiter südlich in Stellingen soll der Lärmschutztunnel fast 900 Meter lang sein, der in Altona sogar 2300 Meter.

In einer Videoanimation der Stadt Hamburg kann man sehen, wie das Milliardenprojekt nach der Fertigstellung aussehen soll.

Hier gibt es einen Überblick mit allen wichtigen Bauabschnitten:

Foto: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Hamburg

Wann gibt es die nächste Sperrung?

Am kommenden Wochendende gibt es eine einmalige Sperrung für 55 Stunden zwischen den Anschlussstellen HH-Stellingen und dem Dreieck HH-Nordwest. Die Brücken „Niendorfer Gehege“ und „Wördemanns Weg“ werden abgebrochen. Die Vollsperrung dauert vom 9. September ab 22 Uhr bis zum 12. September um 5 Uhr.

A7: Wo wird überall gebaut?

In den kommenden acht Jahren wird die A7 ausgebaut, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Die Arbeiten in Schleswig-Holstein sollen bis 2018 andauern. Danach soll die Strecke vom Elbtunnel bis zum Dreieck Bordesholm auf sechs bzw. acht Spuren befahrbar sein.

Auf 14 Kilometern Länge wird die A7 in Hamburg nördlich vom Elbtunnel überdacht. Drei Tunnelbauten sollen in Schnelsen, Stellingen und Altona entstehen, die für Lärmschutz und ein besseres Zusammenwachsen der angrenzenden Stadtteile sorgen. Voraussichtlich zwölf Jahre soll der Ausbau zum A7-Deckel dauern.

Welche Fahrspuren werden ausgebaut?

Auf einer Gesamtstrecke von 65 Kilometern wird die beauftragte Projektgesellschaft Via Solutions Nord (VSN) GmbH & Co. KG bis zum Jahr 2018 die A7-Fahrbahn erweitern. Insgesamt 72 Brückenbauwerke sind bis dahin zu sanieren, anzupassen oder neu zu bauen. Zwischen dem Bordesholmer Dreieck und dem Autobahndreieck Nordwest wird die A7 auf sechs Spuren und im Anschluss bis zum Niendorfer Gehege auf acht Spuren erweitert.

Zeitplan: A7-Deckel Schnelsen

Südlich der Anschlussstelle Schnelsen-Nord entsteht mit 560 Metern der Deckel Schnelsen. Ende Mai 2015 sind die Bauarbeiten zum Abriss der Brücken „Frohmestraße“ und „Heidlohstraße“ sowie die Errichtung der dort vorgesehenen Behelfsbrücken gestartet.

Nach derzeitigen Planungen soll der Deckel Ende 2018 fertiggestellt sein. Seine volle Lärmschutzfunktion soll er laut Via Solutions Nord bereits durch den fertiggestellten Bereich der Richtungsfahrbahn Hamburg ab dem 1. Quartal 2017 erfüllen.

Zeitplan: A7 Deckel Stellingen

Die A 7 erhält im Abschnitt südlich des Autobahn-Dreiecks Hamburg-Nordwest und der Anschlussstelle Volkspark zusätzliche Fahrspuren sowie umfassenden Lärmschutz. Nördlich der Kieler Straße entsteht der 890 Meter lange Autobahn-Deckel Stellingen. Zeitplan: 2014 bis 2020.

Zeitplan: A7 Deckel Altona

Um den Verkehr in der Hansestadt nicht zu stark zu belasten, können nicht alle drei Abschnitte gleichzeitig gebaut werden. Erst wenn die Arbeiten in den beiden nördlichen Abschnitten beendet sind, kann im Süden mit dem Bau begonnen werden.

Das genaue Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Altona soll voraussichtlich Mitte 2017 eingeleitet werden. Weil der Bund als Straßenträger nur die gesetzlich vorgeschriebene Überdeckelung von 730 Metern bezahlt, muss Hamburg für die XXL-Lösung 265 Millionen Euro aus der eigenen Kasse dazugeben. Bedingung dafür: Die Stadt will entlang des A7-Lärmdeckels mindestens 2500 neue Wohnungen errichten und so den Bau finanzieren. Das haben Senat und Bezirk am 21. März in einer Absichtserklärung festgelegt. 

Zwischen dem Volkspark und dem Elbtunnel soll die A7 auf acht Spuren ausgebaut und umfassenden Lärmschutz erhalten. Nördlich der S-Bahnbrücke soll der Deckel Altona entstehen. Zeitplan: 2020 bis 2025.

 

Die interaktive Karte mit allen Bauabschnitten entlang der A7:

 

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erstellt am 05.Sep.2016 | 12:32 Uhr

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