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Hamburg und SH : Kriminalität an Bahnhöfen und Flughäfen leicht gestiegen

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Die Polizei hat die Zahl der Taschen- und Gepäckdiebstähle an Bahnhöfen gesenkt. Öfter kam es zu Körperverletzungen.

Hamburg/Hannover | Die Kriminalität an Bahnhöfen und Flughäfen im Norden hat im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent zugenommen. Einem Anstieg der Körperverletzungen in Hamburg, Niedersachsen und Bremen um 8,8 Prozent stand ein Rückgang der Handgepäck- und Taschendiebstähle um 15,5 Prozent gegenüber, teilte die für die drei Bundesländer zuständige Bundespolizeidirektion Hannover am Donnerstag mit.

Insgesamt wurden 66.507 Straftaten festgestellt. Bei knapp einem Drittel handelte es sich um Migrationsdelikte, bei denen Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis oder Visum für Deutschland festgestellt wurden.

Als wertvoll für die Identifizierung von Taschendieben erwies sich neben gemeinsamen Fahndungseinsätzen von Landes- und Bundespolizei die Videotechnik in den Bahnhöfen. „Besonders zu schaffen macht uns bei den Taschendieben, dass wir es zu einem erheblichen Teil mit professionellen Tätern zu tun haben“, sagte Bundespolizeipräsident Martin Kuhlmann. „Diese Personen machen nach einer polizeilichen Festnahme und Entlassung sofort weiter.“ Jeder zweite festgestellte Tatverdächtige hatte die algerische oder marokkanische Staatsangehörigkeit.

Die meisten Körperverletzungen wurden in der Metropolregion Hamburg mit 2014 Delikten begangen. Weitere Schwerpunkte waren Hannover mit 684 und Bremen mit 514 Körperverletzungen. Als Täter wurden zumeist deutsche Staatsangehörige festgestellt.

Fußballeinsätze waren wie in den Vorjahren ein Einsatzschwerpunkt der Bundespolizei im Norden. Um Fans im Blick zu halten, waren fast 6000 Beamte über 44.000 Stunden im Einsatz. Unter dem Strich waren mehr als eine halbe Million Fans mit der Bahn unterwegs, 320 Straftaten wurden in dem Zusammenhang angezeigt. Als erfolgreich erwies sich vor Problempartien das Verbot von Flaschen, Alkohol, Pyrotechnik und Vermummung in den Bahnen. „Diese Maßnahme hat sich bei der Eindämmung der Gewalt bewährt und wird 2017 fortgesetzt“, sagte Kuhlmann.

Ein wahrer Knotenpunkt im bundesdeutschen Fanreiseverkehr war erneut der Hauptbahnhof Hannover, wo eine vierstellige Zahl durchreisender und umsteigender Fans unterschiedlicher Vereine an einem Samstag keine Seltenheit ist.

An den Flughäfen Hamburg, Hannover und Bremen sowie den Seehäfen ist die Bundespolizei auch für die Einreisekontrollen zuständig - den Ausweis bitte hieß es hier im vergangenen Jahr 6.829.765 Mal, 4,4 Prozent öfter als im Vorjahr. Bei den Sicherheitskontrollen an den Flughäfen stießen die Beamten auch auf 63.104 verbotene Gegenstände, das war eine Steigerung um 6 Prozent. Immer wieder fanden die Beamten verbotene Spring- und sogenannte Butterflymesser im Handgepäck.

Auch bei der Begleitung von Abschiebungen per Flugzeug war die Bundespolizei gefragt. 2166 Personen wurden nach der Ablehnung ihres Asylantrags von den Beamten von den Flughäfen Hamburg, Hannover und Bremen auf dem Rückflug in ihr Heimatland begleitet, überwiegend ging es in die Balkanstaaten.

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erstellt am 09.Mär.2017 | 12:46 Uhr

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