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Hamburg

07. Dezember 2016 | 17:29 Uhr

Konzert in der Barclaycardarena : Kreischalarm in Hamburg: Justin Bieber begeistert seine Fans

vom

Eine atemberaubende Bühnenshow. Und ein Mädchenschwarm, der es sehr einfach hat, seine Fans glücklich zu machen. Sie lieben alles, was er tut. 12.000 Fans feierten Justin Bieber.

Hamburg | Spätestens als ihr Idol am Montagabend um halb neun Uhr in einem Glaskasten über der Bühne schwebte, war Kälte und Frust vergessen. Stundenlang hatten sie in der Kälte vor der Tür auf allerbeste Plätze gehofft, einige wenige „Beliebers“ waren sogar schon einen Tag vorher vor die Barclaycardarena gezogen. Das muss Liebe sein. 

Er sieht so unschuldig aus. Rotes Tuch im Haar, Collegejacke, braune Hose. Justin Bieber wird hochgeschleudert. Auch so was kann eine Bühne. Seine Choreografie ist synchron. Die Tänzer geben alles. Der 22-Jährige auch. Das Publik auch. Sie jubeln und schreien. Die Menge tanzt. Alle tanzen. Er rennt die Bühne rauf. Tänzer in weißen Anzügen springen aus dem Nichts. 

Laserstrahlen, Feuerfunken und Blitze - es gibt nichts, was diese zweigeschossige Bühne nicht kann. Hier steht ein Weltstar auf der Bühne. Die Show ist gewaltig, Bühnenflächen heben sich und wechselnde Videoanimationen sind perfekt auf die Leinwände abgestimmt. Immer mehr Tänzer betreten die Bühne. Und Justin Bieber? Er lüftet sein Shirt, nur ein klein wenig. Warum? Zur Choreografie gehört es nicht. Aber er weiß was es macht. Alle rasten aus. 

Rückblick. Vor dreieinhalb Jahren war Justin Bieber das allererste Mal in Hamburg. Schon damals war die Hansestadt im Ausnahmezustand. Und das wegen eines Teeniestars, 1,68 Meter groß und damals 19 Jahre alt. Mit unschuldigen 13 Jahren wurde Justin Bieber von Scooter Braun, einem amerikanischen Musikmanager auf einem Youtube-Video entdeckt.

2008 folgt der erste Plattenvertrag und der erste internationale Erfolg. Heute führt Bieber die Liste der erfolgreichsten Youtube-Videos sogar an. Seit mehr als einem halben Jahrzehnt ist Justin Bieber der absolute Teenie-Star. Seine Alben verkauften sich mehr als 15 Millionen Mal, seine Welttourneen sind stets ausverkauft und bei Twitter verfolgen ihn 90 Millionen Menschen. Bieber war mit 17 Songs gleichzeitig in den Hot 100 Billboard Charts und übertrumpft so sogar die Beatles.

Sein neustes Album „Purpose“ hat einen neuen Spotify Rekord aufgestellt: Mehr als 200 Millionen Album-Streams in der ersten Woche. Biebers gleichnamige Tour führt ihn gerade quer durch Nordamerika, nach Asien und Europa. 

Um kurz nach neun Uhr gibt es eine neue Bühne. Ein gigantischer Boxring mit integriertem Trampolin schwebt in der Halle. Gemeinsam mit seinen Tänzern ist er den Zuschauern für kurze Zeit ganz nah. Justin Bieber ist gut, aber er hat es auch einfach. Bei der Bühne. Bei dem Publikum. Sie lieben einfach alles was er macht.

Nach nur vier Liedern hat der sensible Babyboy sein Kopftuch gewechselt. Seine Tänzer hängen nun an Seilen von der Decke, drehen und turnen wie Artisten durch die Manege. Im Hintergrund brennt es zu „The Feeling“. Bei „Boyfriend“ singen alle mit. Er hat auf einem Sofa Platz genommen und spielt unplugged Gitarre. Gänsehautstimmung. „Cold Water“ und „Love Yourself“.

Sein Fan-Chor ist textsicher. Sie kennen alle Lieder auswendig. Sie wollen ihn sehen, ihm nahe sein, ihm zeigen, wie sehr sie ihn mögen. Immerhin haben sie sehr viel Geld für ihren Star bezahlt. Die Karten sind teuer. 120 Euro aufwärts. Sogenannte VIP-Packages kosten zwischen 345 und satten 1840 Euro für ein Meet&Greet. Wer unter 16 Jahren ist, braucht eine Begleitperson. Auch das kostet.

Sie sind vor allem: jung, weiblich, oft lautstark, tragen Justin-Shirts, Justin-Käppis und Justin-Sweatshirts. Sie nennen sich „Beliebers“, das steht dann auch auf den Merchandise-Produkten.  Seit dem ersten Hamburg-Konzert vor drei Jahren sind sie älter geworden, die Absätze ihrer Stiefel um viele viele Zentimeter gewachsen, die Eltern zu Hause geblieben, doch das Gekreische ist geblieben. 

Justin Bieber hat nicht nur Feuerfontänen, auch Wasserfontänen. Zum Finale ist sein Shirt nass. Klar, er muss es ausziehen. Kreisch. Kreisch. Absolute Ekstase. Mehr geht nicht. Lauter geht nicht. Justin! Sein nackter Oberkörper: ein lautstark begleiteter Höhepunkt für jeden Belieber.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 12:59 Uhr

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