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Hamburg

10. Dezember 2016 | 07:53 Uhr

Hamburg : Kieler Straße nach Rohrbruch ab Freitag stadteinwärts wieder befahrbar

vom

Die Kieler Straße ist eine wichtige Strecke für Hamburg-Pendler. Autofahrer müssen große Umwege fahren.

Hamburg | Zwei Tage nach dem Wasserrohrbruch auf der Kieler Straße soll der Verkehr in der Nacht zum Freitag teilweise wieder rollen. Wie ein Sprecher von Hamburg Wasser am Donnerstagabend mitteilte, wurden die Bodenuntersuchungen abgeschlossen, und stadteinwärts könnten zwei von drei Fahrspuren wieder freigegeben werden. Dagegen sei stadtauswärts Richtung A7 die Fahrbahn auf etwa 200 Quadratmetern großflächig unterspült. Hier bleibe es vorläufig bei einer Sperrung, so dass Pendler auch die kommenden Tage mit Beeinträchtigungen rechnen müssten. Die Bauarbeiten sollten auch nachts stattfinden.

Mitten im morgendlichen Berufsverkehr war am Mittwoch eine mit 30 Zentimetern Durchmesser relativ große Versorgungsleitung geplatzt. In der Folge flossen Hunderttausende Kubikmeter Wasser auf die Straße und in den Erdboden. Erst Mitte November war die Kieler Straße nach wochenlanger Grunderneuerung für den Verkehr freigegeben worden.

Ein Teil der vielbefahrenen Straße war aus Sicherheitsgründen im Berufsverkehr am Mittwoch voll gesperrt worden. Es sei sehr viel Wasser ausgetreten, die Straße sei unterspült worden. Die betroffene Wasserleitung, die sonst den Stadtteil Stellingen versorgt, sei vom Netz genommen worden. Die Wasserversorgung der Haushalte sei aber durch andere Leitungen sichergestellt, hieß es.

Auch der Busverkehr war mit den Linien 4, 183 und 283 betroffen, wie die Hamburger Hochbahn mitteilte. Die sonst von Tausenden Fahrzeugen passierte Bundesstraße im Hamburger Westen war streckenweise komplett leer. Es bildeten sich durch die Umleitungen lange Staus.

Die Sperrung ist nahe der Kreuzung Kieler Straße/Warnstedtstraße.

Die Sperrung ist nahe der Kreuzung Kieler Straße/Warnstedtstraße.

Foto: Google Maps

Wasserrohrbrüche kommen nach Angaben von Hamburg Wasser in der Hansestadt täglich vor. In der Regel falle dadurch einige Stunden lang die Wasserversorgung einzelner Haushalte aus - oder der Schaden ereigne sich in weniger befahrenen Straßen, erklärte eine Sprecherin.

Seit Anfang dieses Jahres sei 483 Mal Wasser aus dem 5315 Kilometer langen Hamburger Wasserrohrsystem ausgetreten. In den vergangenen Jahren sei dies immer seltener passiert: „Wir kontrollieren häufiger und tauschen alte Rohre öfter vorbeugend aus.“ Das älteste Rohr im Netz von Hamburg Wasser stamme aus dem Jahr 1868. Zu Wasserschäden kann es bei Frost- und Tauphasen, bei viel Schwerlastverkehr oder auch durch Bauarbeiten kommen.„Wasserrohrbrüche passieren immer zufällig. Man kann es nicht voraussehen“ sagte die Sprecherin.

Verkehrsmeldungen aus SH und Hamburg finden Sie auf shz.de/verkehr.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 20:11 Uhr

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