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Hamburg

09. Dezember 2016 | 03:11 Uhr

Neue Folge „Hafenpastor“ : Jan Fedder: Ich wäre beinahe Tatort-Kommissar geworden

vom
Aus der Onlineredaktion

Der TV-Star („Großstadtrevier“) verrät nach 15 Jahren das Geheimnis - und auch, warum er das Angebot ablehnte

Hamburg | Der Hamburger Kult-Schauspieler Jan Fedder hatte 2001 das Angebot, Tatort-Kommissar zu werden. Das verriet er in einem Interview mit der „Hamburger Morgenpost“: „Fast wäre der „Tatort“-Kommissar dazugekommen, damals, als Manfred Krug aufhörte.“ Tatsächlich wurde es dann Robert Atzorn in der Rolle von Kommissar Jan Casstorff an der Seite von Tilo Prückner (Kommissar Eduard Holicek).

Jan Fedder ist einer der bekanntesten und beliebtesten deutschen Schauspieler. Er bezeichnet sich selbst als „Volksschauspieler“ und gilt als Prototyp des „Hamburger Jung'“. Bekannteste Rolle seit 1992 ist der Polizist Dirk Matthies im „Großstadtrevier“, außerdem der Bauer Kurt Brakelmann im fiktiven schleswig-holsteinischen Dorf „Büttenwarder“ an der Seite des Flensburger Schauspielers Peter Heinrich Brix. 1981 spielte er im „Boot“, 2006 erhielt er den Deutschen Fernsehpreis für die Siegfried-Lenz-Verfilmung „Der Mann im Strom“.

Manfred Krug spielte ab 1984 den Hamburger Tatort-Kommissar Paul Stoever, sein Partner war Peter Brockmöller, gespielt von Charles Brauer. Die beiden waren eines der beliebtesten Duos der Tatort-Geschichte, heute etwa vergleichbar mit Frank Thiel (Axel Prahl) und Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) im Münster-Tatort.

Krug wurde durch die Rolle außergewöhnlich populär, was ihm auch lukrative Aufträge als Werbefigur einbrachte, etwa für die Deutsche Telekom. Sein Werben für den Kauf der „T-Aktie“ bezeichnete er später als seinen größten beruflichen Fehler.

Jan Fedder lehnte nach eigener Aussage die Tatort-Rolle damals ab, weil er dafür das „Großstadtrevier“ hätte aufgeben müssen. „Da dachte ich mir nur, Schuster, bleib bei deinen Leisten“, sagte er der „Mopo“. Zwei mal spielte Fedder Nebenrollen im Tatort: 1982 in „Das Mädchen auf der Treppe“ mit Götz George als Horst Schimanski und 1987 in „Voll auf Hass“ mit Krug und Brauer.

Anlass des aktuellen Interviews mit Fedder ist eine Ausstrahlung am heutigen Freitagabend in der ARD. In „Der Hafenpastor und das Blaue vom Himmel“ spielt Fedder einen Geistlichen auf St. Pauli. Der 61 Jahre alte Fedder war 2012 an Krebs erkrankt und sagt dazu heute: „Wenn ich nicht mehr drehen darf, falle ich tot um.“

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erstellt am 14.Okt.2016 | 10:44 Uhr

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