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Hamburg

07. Dezember 2016 | 23:24 Uhr

Mit Video : „Hinterm Horizont“: Proben für Musical von Udo Lindenberg gestartet

vom

Udo Lindenberg ist dahin zurückgekehrt, wo alles begann. Seine Herkunft soll bei der Inszenierung im Vordergrund stehen.

Das Phantom der Oper hat die Reeperbahn gerade verlassen, da zieht's Udo Lindenberg (70) wieder zum Kiez: Kurz nach dem letzten Vorhang für die Phantom-Fortsetzung „Liebe stirbt nie“ haben am Donnerstag in Hamburg die Proben für sein Musical „Hinterm Horizont“ begonnen. 36 Darsteller bereiten sich im Operettenhaus auf die Premiere am 10. November vor. Bis Sommer 2017 soll das „Lindical“, das zuvor mehr als fünf Jahre in Berlin lief, hier zu sehen sein, berichteten die Veranstalter bei der Vorstellung des Projekts.

Video: Dirk Buchardt

Das sei ein sehr bewegender Tag für ihn, sagte der Panikrocker und erinnerte an jene Zeit Ende der 1960er Jahre, als er - aufgewachsen in Gronau - in seiner neuen Wahlheimat Hamburg ankam. „Reeperbahn - ganz schön geile Meile“, habe er damals gedacht. „Hier werde ich es packen, entweder als Trommler oder als Popstar, als Berater im Underground oder als Erbschleicher im Café Keese. Man weiß ja nie.“ Dass später mal in so einem großen Theater eine bedeutende Episode seines Lebens auf die Bühne komme, hätte er nie gedacht, sagte der Rockstar. „Das ist eine sehr ehrenvolle Geschichte für mich.“

„Reeperbahn ist meine Herkunft, meine Zukunft“

Auf St. Pauli habe alles für ihn begonnen. „Reeperbahn ist meine Herkunft, meine Zukunft“, sagte Lindenberg. Sein gleichnamiger Hit auf die „geile Meile“ gehört denn auch zu den drei Songs, die für die Hamburger Aufführungen neu in das Stück integriert werden. Ebenso die Titel „Einer muss den Job ja machen“ und „Durch die schweren Zeiten“ von seinem vor wenigen Monaten erschienenem Album „Stärker als die Zeit“. An ein paar neuen Specials - bis hin zu einem fliegenden Cello - werde noch gearbeitet, berichteten die Macher.

„Dass Udo der wilde Rocker ist, der aus Hamburg kommt, wird in der Inszenierung mehr in den Vordergrund gestellt“, sagte St.-Pauli-Theater-Intendant Ulrich Waller, der wie schon in Berlin auch in der Hansestadt die Regie übernommen hat. „Deswegen geht es am Ende des Stücks auch raus auf die Meile und wird der neue Schlusssong nach 'Hinterm Horizont' dann 'Reeperbahn' sein.“

Wiedersehen mit alten Bekannten

Bei der Premiere in der Hansestadt gibt es unterdessen ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Serkan Kaya, den Lindenberg gern seinen „Stellvertreter auf Erden“ nennt, und Josephin Busch, die dem „Mädchen aus Ostberlin“ auf frappierende Weise ähnele, werden wie in Berlin die Hauptrollen übernehmen. Als „Udo“ und „Jessy“ stehen sie abwechselnd mit Johanna Spantzel und Alex Melcher auf der Bühne. „Ich muss in Form bleiben wie Udo, ich muss mit Eierlikör gurgeln wie Udo“ erzählte Bühnen-Udo Serkan Kaya grinsend, betonte aber auch: „Wir sind keine Stars-in-Concert-Show, sondern kreieren eine eigene Figur.“

Für „Liebe stirbt nie“ war am Sonntag der letzte Vorhang im Operettenhaus gefallen. In Hamburg zeigt der Musicalkonzern Stage Entertainment außerdem noch die Disney-Musicals „Aladdin“ und „Der König der Löwen“ sowie bis Anfang Januar 2017 „Das Wunder von Bern“.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 10:36 Uhr

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