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Hamburg

25. März 2017 | 14:43 Uhr

Symphonieorchester : Hamburger Symphoniker werden „Residenzorchester“ der Laeiszhalle

vom

Man kann große Konzerte und Gaststars bei ihnen hören - oder auch das Hören erst lernen: Ein vielfältiges Programm planen die Hamburger Symphoniker für die nächste Spielzeit, die selbst zur Premiere wird.

Hamburg | Für die Hamburger Symphoniker beginnt in der nächsten Saison eine neue Zeit. Mit der Eröffnung der Elbphilharmonie im Januar 2017 werden sie Residenzorchester der Laeiszhalle. „In der Laeiszhalle hat das moderne symphonische Konzertleben Hamburgs begonnen, hier ist eine Tradition geprägt worden, auf der wir aufbauen wollen“, erklärte Intendant Daniel Kühnel am Montag. „Das heißt für uns, auch in der Saison 2016/2017 Musik zu machen, die die Wirklichkeit unserer Stadt reflektiert und die potenziell für jeden da ist.“

Die Hamburger Elbphilharmonie wurde in der Vergangenheit vor allem wegen Pannen und Zeitverzögerungen beim Bau von der Öffentlichkeit belächelten. Im Januar 2017 soll das Konzerthaus endlich eröffnet werden. Nutzer der Elbphilharmonie wird die „Hamburg Musik GmbH – Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft“. Bereits vor der Fertigstellung des Gebäudes organisierte diese Elbphilharmonie Konzerte sowohl in der Laeiszhalle als auch an zahlreichen weiteren Spielstätten in Hamburg.

Die Symphoniker, die seit 2009 unter dem Chefdirigat des Briten Jeffrey Tate (72) stehen, sind eines von drei großen Orchestern der Hansestadt - neben den Philharmonikern und dem NDR Sinfonieorchester, das unter den Namen NDR Elbphilharmonie Orchester künftig Residenzorchester der am 11. Januar 2017 eröffnenden Elbphilharmonie sein wird. Gegründet im Jahr 1957, geben die Symphoniker regelmäßig Sinfonie-, Kinder-, Kammer- und Filmkonzerte. Außerdem spielen sie bei Opern- und Ballettaufführungen in der Staatsoper.

„Es heißt, die großen Stars der klassischen Musik einzuladen, Blick- und Hörfang für Wesentliches zu sein sowie die schon starke Musikvermittlung weiter zu stärken“, betonte Kühnel in der Mitteilung weiter. Musiker wie Martha Argerich, Klaus Florian Vogt, Akiko Suwanai und Matthias Goerne wurden verpflichtet. Als erstes Konzert für 2016/17 steht im September (18.) Thomas Adès' „Totentanz“ unter der Leitung von Chefdirigent Tate als Auftakt einer Reihe von zehn Symphoniekonzerten auf dem Programm.

Die Eröffnungswoche der Elbphilharmonie wollen die Symphoniker unter anderem mit einer Aufführung von Beethovens „Missa Solemnis“ begleiten. Außerdem soll Tate dort im März 2017 mit Werken von Korngold und Elgar zu erleben sein. Daneben steuere im Jahr 2017 - zum 500. Jahrestag von Martin Luthers Thesenanschlag - das seit 2012 laufende Reformationsprojekt auf seine Höhepunkte zu. „In der sechsten und letzten Projektphase mit dem Titel „Hier bin ich Mensch!“ befasst sich das Orchester mit den Verbindungen zwischen Reformation und Humanismus“, hieß es.

Zum weiteren Angebot zählt ein „Festival des Hörens“, bei dem die Besucher „etwas vermeintlich Selbstverständliches: das Hören“ lernen können. Es gibt Vorträge, Gespräche von und mit Musikern, Dirigenten, Wissenschaftlern, Künstlern und Literaten sowie verschiedene Angebote im Bereich der Musikvermittlung, darunter Projekte mit Flüchtlingskindern.

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erstellt am 04.Apr.2016 | 16:38 Uhr

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