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Im Visier des Verfassungsschutzes : Hamburger Nachhilfeschule wirbt mit Reichsbürger-Inhalten

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Die Online-Inhalte einer Nachhilfeschule aus Hamburg-Eimsbüttel rufen den Verfassungsschutz auf den Plan. Die Inhaberin spricht von „Super-Blödsinn“.

Hamburg | Die Nachhilfeschule Dyck in Hamburg-Eimsbüttel ist wegen möglicher Verbindungen zu Inhalten und Vorstellungen der „Reichsbürger-“ und „Selbstverwalter-Szene“ ins Visier des Verfassungsschutzes geraten. Laut deren Homepage plane sie etwa Fortbildungen zu „Germanischer Mythologie“, „natürlicher Klimawandel“ oder „elektromagnetische Strahlung als Waffe“, sagte ein Verfassungsschutzsprecher der Deutschen Presse-Agentur. „Zudem tauchen weitere Begriffe auf, wie sie unter anderem in der ,Reichsbürger'-Szene verwendet werden, zum Beispiel ,C02-Lüge', ,Chemtrails' oder ,Zwangsimpfung'.“ Martina Dyck von der Nachhilfeschule bezeichnete die Vorwürfe als „Super-Blödsinn“.

Anhänger der seit vergangenem Jahr in Hamburg verstärkt auftretenden und vom Verfassungsschutz beobachteten heterogenen „Reichsbürger“- und „Selbstverwalter“-Szene verneinten auch die Handlungsfähigkeit deutscher Gerichte und Verwaltungen. Stattdessen träten sie für die Wiederherstellung des „Deutschen Reiches“ ein und begründeten dies häufig mit dem Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913 oder mit der Verfassung des „Freistaates Preußen“ vom 30. November 1920. „Diese Aktivitäten sind damit als verfassungsfeindliche Bestrebung gegen den Bestand der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Länder zu werten“, betonte der Sprecher.

Nach Angaben des Verfassungsschutzes wirbt die Schule auch für die der „Reichsbürger“-Szene zuzurechnende Internetseite „staatenlos.info“, die vom „Reichsbürger“ und früheren NPD-Kader Rüdiger Hoffmann betrieben werde und der die Existenz der Bundesrepublik Deutschland verneine und den Fortbestand des „Dritten Reiches“ behaupte. „Die aktuelle gesellschaftliche und politische Realität überzieht Hoffmann mit verschiedenen undifferenzierten und verschwörungstheoretischen Faschismus-Vorwürfen.“

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erstellt am 18.Mär.2017 | 10:57 Uhr

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