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Hamburg

11. Dezember 2016 | 03:20 Uhr

Verein „Sag Nein zu Drogen - Sag Ja zum Leben“ : Hamburg: Verfassungsschutz warnt vor Scientology-Infostand in Bergedorf

vom

Hamburgs Verfassungsschutz warnt: Hinter dem Stand steckten Scientologen. Die Gescholtenen selbst nannten die Warnung eine „Fortsetzung der Rufmordkampagne durch den Verfassungsschutz“.

Hamburg | Hamburgs Verfassungsschutz hat vor einem Besuch des für Samstag im Stadtteil Bergedorf angemeldeten Info-Stands des Vereins „Sag Nein zu Drogen - Sag Ja zum Leben“ gewarnt. Der Tenor lasse auf den ersten Blick auf ein sinnvolles Engagement schließen, teilte der Verfassungsschutz am Donnerstag auf seine Homepage mit. „Doch hinter dem Veranstalter steckt die verfassungsfeindliche Scientology-Organisation (SO): ,Sag Nein zu Drogen‘ ist eine der zahlreichen Scientology-Tarnorganisationen.“

Scientology versuche so mit Bürgern ins Gespräch zu kommen „und letztendlich neue Anhänger zu gewinnen“. Hintergrund des Verschweigens der wahren Identität seien vermutlich taktische Gründe. „Da weithin bekannt ist, dass die Scientology-Organisation vom Verfassungsschutz beobachtet wird, würde sich bei einem offenen Auftritt unter dem Label  ,SO‘ voraussichtlich kein einziger Passant für den Info-Stand interessieren.“

Scientology wies die Warnung des Verfassungsschutzes als absurd zurück. Sie sei „eine Fortsetzung der Rufmordkampagne durch den Verfassungsschutz“, erklärte Sprecher Frank Busch. Mitglieder der Hamburger Anti-Drogen Gruppe engagierten sich seit Jahren für eine wirksame Drogenaufklärung. Allein im vergangenen Jahr hätten sie mehr als 200.000 Aufklärungshefte verteilt. In diesem Jahr seien es bereits mehr als 150.000 Hefte. „Der Verfassungsschutz sollte sich besser auf die wirklichen Gefahren in der Gesellschaft kümmern, anstatt eine humanitäre Aktion zu behindern“, betonte Busch

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erstellt am 21.Jul.2016 | 19:45 Uhr

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