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Hamburg

07. Dezember 2016 | 13:28 Uhr

Neue Details zu geplanter U-Bahnlinie : Hamburg: Hier könnte die neue U5 lang fahren

vom

Mit dem Bau soll 2021 begonnen werden. Für den Streckenverlauf gibt es noch verschiedene Varianten.

Hamburg | Mit einem milliardenschweren Jahrhundertprojekt will die Hochbahn in Hamburg den öffentlichen Personennahverkehr in der Hansestadt revolutionieren und fit machen für die Zukunft. In einem ersten Schritt soll die neue U-Bahnlinie 5 Zehntausende Anwohner in den Stadtteilen Barmbek-Nord und City-Nord lückenlos mit der Innenstadt verbinden.

<p>Mögliche Streckenabschnitte der neuen U5-Linie in Hamburg.</p>

Mögliche Streckenabschnitte der neuen U5-Linie in Hamburg.

Foto: Glosemeyer
 

„Wir brauchen eine Lösung, wenn wir nicht die Leute an der Straße stehen lassen wollen. So schaffen wir Kapazitäten für eine weiter wachsende Stadt“ sagt Hochbahn-Pressesprecher Christoph Kreienbaum. Gedulden müssen sich die künftigen Nutzer dennoch. Falls alles glatt läuft − und das ist fast nie der Fall − kann im Jahr 2021 mit dem Bau des ersten Abschnitts begonnen werden.

Die Zukunft und die laut Kreienbaum modernste U-Bahn Europas lässt also auf sich warten. Kostenschätzungen, so der Hochbahn-Sprecher, liegen derzeit noch nicht vor. Dafür aber wurde jetzt eine 100 Seiten lange Machbarkeitsstudie öffentlich, die erstmals Details sowie mehrere Varianten zu Streckenverlauf und Bauweise vorstellt.

Verlaufen soll der erste Abschnitt der U5, der Teilabschnitt Ost, demnach zwischen Bramfeld und der City Nord. Vorläufige Endstation der sieben Kilometer langen Strecke wäre der New-York-Ring in der City Nord. In Zukunft soll Hamburgs neue U-Bahnlinie in zwei weiteren Bauabschnitten ganz in den Hamburger Westen bis nach Osdorf führen.

Was in Metropolen wie Singapur und Dubai schon länger Realität ist, könnte in Hamburg zum Pilotprojekt für Europa werden: Die U-Bahn sollen vollautomatisch und fahrerlos unterwegs sein. Und an den Bahnsteigen sollen künftig Sicherheitsschleusen eingebaut werden: Glaswände- und Türen, die vom Bahnsteig getrennt werden und sich erst öffnen, sobald der Zug eingefahren und zum Stillstand gekommen ist. 

Bevor aber 2021 mit dem Bau der U5 begonnen werden kann, müssen noch einige Hürden genommen werden. So muss sich die Stadt mit privaten Grundeigentümern einigen, da sie Platz braucht beispielsweise für oberirdische U-Bahn-Zugänge.

Eine weitere offene Frage, die in der Politik bereits Diskussionen ausgelöst hat, ist die Breite der Fahrzeuge auf der U-Bahnlinie. Plant man sie breiter, gewinnt man Platz für mehr Fahrgäste. Nachteil wäre aber, dass sie durch keinen Tunnel in Hamburg mehr passen würden und auf keiner anderen U-Bahnstrecke fahren könnten. Letztendlich bleibt wohl auch das eine Frage des Geldes.  

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erstellt am 24.Okt.2016 | 17:28 Uhr

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