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Hamburg

03. Dezember 2016 | 01:29 Uhr

Vertrag bleibt bestehen : Hamburg hält am Religionsunterricht mit muslimischen Verbänden fest

vom

Trotz der Kritik an „Ditib“ will Hamburg auch künftig mit der Islamorganisation kooperieren.

Hamburg | Hamburg hält trotz Kritik an der Islam-Organisation „Ditib“ weiter am geplanten Religionsunterricht für alle mit muslimischen Verbänden fest. „Der Vertrag, an dem auch der 'Ditib'-Landesverband Hamburg beteiligt ist, bietet den Rahmen dafür, auch in schwierigen Zeiten im Gespräch zu bleiben“, sagte Senatssprecher Jörg Schmoll. Beide Seiten hätten sich dazu verpflichtet, auf die Einhaltung der Bestimmungen des Vertrages hinzuwirken. „Eine Beendigung der Zusammenarbeit wäre vor diesem Hintergrund zum jetzigen Zeitpunkt nicht zielführend“, meinte Schmoll.

Dem größten islamischen Dachverband in Deutschland „Ditib“ werden enge politische Verbindungen zur türkischen Staatsführung zurückgewiesen. Die „Ditib“ sei kein verlängerter Arm von Präsident Recep Tayyip Erdogan, sagte ein Sprecher der Islamorganisation zu den Vorwürfen. Politiker aus unterschiedlichen Lagern hatten zuletzt eine klare Abgrenzung zu Erdogan von der „Ditib“ gefordert.

2012 schloss Hamburg einen Vertrag mit den muslimischen Religionsgemeinschaften „Ditib“-Landesverband Hamburg, Schura-Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg und dem Verband der Islamischen Kulturzentren. Dieser sieht vor, den bisherigen Religionsunterricht für alle in gemischt-konfessionellen Lerngruppen so weiterzuentwickeln, dass er gleichberechtigt von den beteiligten Religionsgemeinschaften verantwortet wird. Für die Weiterentwicklung wurde ein Zeitraum von fünf Jahren vereinbart, währenddessen Lehrerausbildung, Didaktik und Rahmenpläne weiterentwickelt werden, wozu es auch bereits zwei Pilotprojekte gibt.

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erstellt am 09.Aug.2016 | 13:54 Uhr

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