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Hamburg

06. Dezember 2016 | 15:14 Uhr

Kunst unter dem Hammer : Großes Interesse in Hamburg: Die Nachlass-Auktion von Uwe Friedrichsen hat begonnen

vom
Aus der Onlineredaktion

Hunderte Sammler sowie schriftliche Gebote und Telefonbieter: Kunstwerke aus dem Besitz des Schauspielers werden versteigert.

Hamburg | Der Startschuss, und damit auch der ersten Auktionshammer der großen Versteigerung des Kunstnachlasses von Uwe Friedrichsen ist gefallen. Am Vormittag trat der Auktionator vor die etwa 300 anwesenden Sammler, Kunstliebhaber und Fans des Stars. Sie hatten sich in den Räumen der Freien Akademie der Künste in Hamburg, deren Mitglied Friedrichsen gewesen war, eingefunden, um Teile der bemerkenswerten Kunstsammlung des im Frühjahr dieses Jahres verstorbenen Schauspielers beizuwohnen. Laut Veranstalter sollen außerdem 500 schriftliche Gebote aus der ganzen Welt sowie zusätzlich etwa 70 Telefonbieter dabeigewesen sein.

Insgesamt stehen 1300 Werke, darunter Bilder, Grafiken, Skulpturen und Erinnerungsstücke aus dem Privatbesitz wie Hüte und Uhren des im Hamburger Stadtteil Altona geborenen Schauspielers zur Versteigerung. Georges Braque, Oskar Kokoschka, Othmar Alt und Anna Oppermann - klangvolle Namen sind im Auktionskatalog aufgeführt. Darunter auch Künstler wie Volker Detlef Heydorn, Eduard Bargheer, Gretchen Wohlwill und Emil Maetzel, die Hamburg verbunden waren. Dazu interessierte sich Friedrichsen auch für afrikanische und asiatische Objekte. Spitzenposten der ersten Stunde war das Ölgemälde „Das Selbstporträt im Zeitalter der Fotografie“ von Johannes Grützke. Dafür gab es den Zuschlag bei 8500 Euro - bei einem Mindestgebot von 6000 Euro.

Einen Teilerlös der Versteigerung soll laut Veranstalter Sven Helmrich die Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ erhalten, der Rest geht demnach an die Witwe und die Kinder des im Alter von 81 Jahren gestorbenen Schauspielers. Friedrichsen habe seit Ende der 50er Jahre leidenschaftlich Kunst gesammelt und Künstler gefördert, sagte Helmrich. „In den fünf Jahrzehnten hat der Sammler sich entwickelt, ist vom Käufer der Klassischen Moderne zum Kenner der Nachkriegsmoderne gereift“, sagte der Kunsthändler. „Und weil er selbst Künstler war, steckt in seiner Sammlung auch viel Geist.“ Friedrichsen habe zu seinen Bildern eine sehr persönliche Beziehung gehabt. „Sie haben ihn weitergebracht“, sagte Helmrich.

Der gebürtige Altonaer Friedrichsen galt als einer der bekanntesten Schauspieler in Deutschland. Auch als Hörbuch- und Synchronsprecher feierte er große Erfolge. Erst nach seinem Tod, er verstarb im April dieses Jahres in einem Krankenhaus seiner Heimatstadt, wurde der breiten Öffentlichkeit bekannt, dass Friedrichsen zeitlebens Werke gesammelt und einen beachtlichen Kunstschatz angehäuft hatte.

Auch am Sonnabend besteht ab 10 Uhr die Möglichkeit Teile aus dem Kunstnachlass Friedrichsens zu ersteigern.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 13:47 Uhr

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