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Hamburg

10. Dezember 2016 | 02:14 Uhr

Nach 15 Jahren : Gespräche über Wiedereröffnung des Hamburger Fernsehturms

vom

Viele wünschen sich, dass der Turm wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Doch es müsste ein privater Investor ran.

Öffnet Hamburgs Fernsehturm jemals wieder seien Türen für die Öffentlichkeit? Die Frage bleibt einstweilen zwar unbeantwortet, aber immerhin gibt es neue Hoffnung auf eine Wiederauferstehung des 2001 geschlossenen „Telemichel“. Der Senat hat am Freitag einen Kontakt zum Eigentümer wegen der Zukunft des Turms bestätigt.

Senatssprecher Jörg Schmoll: „Wir sind mit der Deutschen Funkturm GmbH (DFMG) im Gespräch. Wie die meisten Hamburger würden wir es begrüßen, wenn der Fernsehturm wieder für Besucher geöffnet wäre.“ Allerdings stellte der Senatssprecher auch klar, dass die Stadt weder als Betreiber noch als Pächter für Drehrestaurant und Aussichtsplattform auftreten werde. Soll es eine Zukunft für den touristischen Teil des höchsten Hamburger Gebäudes geben, so die Haltung im Rathaus, dann nur auf Grundlage einer privaten Investition.

Eine Vermittlerrolle des Senats ist damit jedoch nicht ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund finden offenbar auch die aktuellen Verhandlungen statt. Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ hat die TV Turm Alexanderplatz Gas¬tronomiegesellschaft aus Berlin Interesse angemeldet, die Gastronomie auf dem Hamburger Turm zu übernehmen. Weder Schmoll noch die DFMG als Eigentümerin wollten das kommentieren.

Knackpunkt auch dieses Modells sind die Kosten für Sanierung und Instandsetzung der beiden Gästeebenen in mehr als 120 Metern Höhe. Die gesetzlich erforderliche Nachrüstung beim Brandschutz und beim Fluchtwegekonzept kosten schätzungsweise 25 Millionen Euro. Trotzt diverser Ideen für den in den vergangenen Jahren ließ sich bisher keines der Konzepte solide finanzieren. Andere fielen bei den städtischen Behörden durch, darunter der Umbau zum Hotel. Vor der Schließung Anfang 2001 gehörten die Plattformen zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Hansestadt. Seither wird der Heinrich-Hertz-Turm an den Messehallen lediglich zur Verbreitung von TV- und Radioprogrammen sowie Handy-Gesprächen genutzt.

Zuletzt hatte sich die Stiftung „Fernsehturm - Hamburg Aufwärts“ des Pfälzer Winzers Heinfried Strauch im vergangenen Jahr um eine Neueröffnung bemüht; er will auf dem Turm unter anderem eine Bar betreiben. Ein positiver Bauvorbescheid zur Sanierung liegt zwar vor, jedoch hat die DFMG inzwischen eine entsprechende Absichtserklärung für die Stiftung widerrufen.

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erstellt am 22.Jul.2016 | 18:36 Uhr

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