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Hamburg

11. Dezember 2016 | 13:04 Uhr

Coffee-to-go als Mehrweg : Gegen Müll: Hamburg plant den „Kehrwieder“-Kaffeebecher

vom

60 Millionen Pappbecher landen allein in Hamburg im Müll. Daran soll sich etwas ändern – und viele machen mit.

Hamburg | Kommt in Hamburg der „Kehrwieder-Becher“? Die Grünen wollen die Anbieter von Coffee to go dazu bewegen, Heißgetränke nur noch in Pfandbehältern auszuschenken, die der Kunde überall zurückgeben kann. Und die Chancen stehen nicht schlecht.

Beim ersten Hamburger Becher-Gipfel auf Einladung der Grünen-Bürgerschaftsfraktion war am Dienstag jedenfalls fast alles vertreten, was in der Szene Rang und Namen hat: Tchibo, McDonald’s, LeCrobag, BackWerk, Dat Backhus, Balzac, Konditorei Junge und andere. Mit am Tisch auch die Umweltbehörde, Robin Wood und die Verbraucherzentrale. Ein konkretes Ergebnis hatte das erste Fachgespräch dieser Art noch nicht.

Allein in Hamburg landeten alljährlich 60 Millionen To-go-Becher im Müll, mahnte Ulrike Sparr, Umweltexpertin der Fraktion und Initiatorin der Veranstaltung. Das bedeute eine Belastung von 2400 Tonnen CO2, was den Emissionen eines Mittelklassewagens entspreche, der 500 Mal den Äquator umrundet.

„Es freut mich sehr, dass wir auf unsere Initiative für ein Hamburger Mehrwegsystem so viel positive Resonanz bekommen haben“, sagte die Grünen-Politikerin vorab. Ziel sei eine „praxistaugliche Lösung“, die Kaffeegenuss unterwegs ermögliche, aber auch die Umwelt entlaste. Sparr beschrieb das Prinzip des „Kehrwieder-Bechers“: „Man kann ihn morgens an der S-Bahn befüllen und dann auf dem Weg zur Arbeit unkompliziert an jedem beliebigen Kaffeehaus, Bäcker oder Shop abgeben.“ Der Nachweis könnte über einen Pfandbon oder via Smartphone-App erfolgen.

Stefan Dierks, Leiter Produkte & Strategien im Bereich Unternehmensverantwortung bei Tchibo, bekannte sich grundsätzlich zum Mehrwegbecher, gab aber zu bedenken: Die Qualität des Kaffees und der Genuss für die Kunden hätten im Mittelpunkt zu stehen. Auch, so Dierks, müsse das Mehrwegsystem „wirtschaftlich Sinn machen“.

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erstellt am 29.Nov.2016 | 16:22 Uhr

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