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Hamburg

03. Dezember 2016 | 12:48 Uhr

Hamburg-Rissen : Gedenkstunde für Opfer des Wedeler Familiendramas

vom

Ein Mann bringt seine Frau und die beiden Kinder um. Bei einer Gedenkstunde ringt die Heimatgemeinde der Opfer um Fassung.

Hamburg | Eine Familie, die mit Gewalt aus dem Leben gerissen wird, und eine Gemeinde, die ratlos zurückbleibt: Nach dem Familiendrama in Wedel hat die Heimatgemeinde der Getöteten in Hamburg-Rissen am Freitag bei einem Gottesdienst der Opfer gedacht.

„Hier sind wir, nach einer Woche und Tagen, die uns durchgeschüttelt haben und es noch tun“, sagte Pfarrer Steffen Kühnelt bei der Gedenkstunde in der Johanneskirche, zu der auch viele Familien mit Kindern kamen. „Nach einer Woche, in der viele allein waren, sind wir hier nun zusammen.“ In der fast voll besetzten Kirche zündeten Gemeindemitglieder im Gedenken an die Familie Kerzen an und erinnerten an die Getöteten.

Die Familie sei mit Gewalt ausgelöscht worden, sagte Pfarrer Kühnelt: „Mitten in unserer Mitte.“ In der Kirche stünden noch Kerzen mit den Namen der Kinder der Krippe und der Kita in Rissen, darunter auch die Kerzen der getöteten Kinder.

Was geschehen sei, sei unbegreiflich, sagte Pfarrerin Friederike Harbordt. Sie rief die Anwesenden zum Gebet auf: „Wenn es uns die Sprache verschlägt, kann es helfen, uns vor Augen zu führen, was Menschen vor uns gesagt haben.“

Bei dem Familiendrama soll ein 49-Jähriger in der vergangenen Woche seine Ehefrau (37) sowie die beiden zwei und fünf Jahre alten Kinder getötet und dann Suizid begangen haben. Als Auslöser der Gewalttat vermuten die Ermittler eine möglicherweise bevorstehende Trennung des Paares.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 18:53 Uhr

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