zur Navigation springen

Hamburg

10. Dezember 2016 | 15:40 Uhr

Feuer im Hamburger Hafen : Frachter „CCNI Arauco“ brennt weiter – aber das Blatt hat sich gewendet

vom

Der Einsatz wird wohl noch das ganze Wochenende über dauern. Aber die Feuerwehr ist zuversichtlicher geworden.

Hamburg | Was für ein hartnäckiger und nervenaufreibender Brand  im Hamburger Hafen: Auch rund 30 Stunden nach dem Ausbruch war das Feuer auf dem Containerfrachter „CCNI Arauco“ am Freitagabend noch immer nicht gelöscht. Immerhin hatte sich im Laufe des Nachmittags das Blatt zugunsten der Feuerwehrkräfte gewendet. „Wir haben das Feuer im Griff, jetzt geht es darum, die Brandnester zu löschen“, sagte Feuerwehrsprecher Werner Nölken.

Am Mittag hatten die Einsatzkräfte ihre Strategie geändert, nachdem das dreifache Einbringen von CO2 an Bord die Flammen nicht ersticken konnte. So entschied die Einsatzleitung in Absprache mit dem Germanischen Lloyd, der Reederei und dem Kapitän, den 300 Meter langen Frachter mit Elbwasser zu fluten, um ihn weiter abzukühlen. Mit Wasserwerfern vom Burchardkai sowie vom Mehrzweckschiff „Neuwerk“ aus pumpten die Retter 40.000 Liter pro Minute in den Laderaum am Heck des Riesenfrachters. Ziel war es, die Temperatur im Inneren so weit abzusenken, dass die Landluke geöffnet werden konnte. Nölken: „Irgendwann müssen wir hinein und mit Schaum ablöschen.“

Die Feuerwehr rechnete am Abend damit, dass sich der heikle Einsatz das ganze Wochenende hinziehen könnte. Die Hamburger hatten Spezialgruppen zur Schiffsbrandbekämpfung der Feuerwehren aus Kiel und Cuxhaven hinzugezogen. Innensenator Andy Grote (SPD) twitterte: „Großer Dank schon jetzt an alle Einsatzkräfte für diesen wirklich fordernden Marathoneinsatz!“ Das Feuer war am Donnerstagmittag bei Schweißarbeiten im Heckbereich ausgebrochen. Dabei gab es offenbar eine Verpuffung, die die Container in Brand setzte. Die Flammen breiteten sich anschließend unter Deck aus. Drei Arbeiter wurden leicht verletzt.

 

Auch Freitag habe weiterhin keine Gefahr bestanden, dass die Flammen auf Container mit Gefahrgut übergreifen könnten, versicherte die Feuerwehr. Die rund 1250 Tonnen gefährliche Fracht lagern demnach ausschließlich im vorderen Bereich der „Arauco“. Das Containerschiff ist 300 Meter lang, 48 Meter breit, fährt unter der Flagge Liberias und gehört zur Altonaer Reederei NSC.

Die Schadenshöhe ist völlig unklar. An Bord befand sich vermutlich Waren mit einem Wert im dreistelligen Millionenbereich. Hinzu kommen die Beschädigungen an dem erst 2015 gebauten Schiff selbst.

Über den aktuellen Stand des Einsatzes berichtet die Feuerwehr Hamburg auch bei Twitter:

 
zur Startseite

von
erstellt am 02.Sep.2016 | 19:49 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen