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Hamburg

07. Dezember 2016 | 17:28 Uhr

Abgelehnte Asylbewerber in HH und SH : Flughafen Fuhlsbüttel richtet Abschiebe-Zone ein

vom
Aus der Onlineredaktion

Für abgelehnte Asylbewerber in „Abschiebe-Gewahrsam“ wird ein Extra-Bereich am Flughafen eingerichtet. Dort können sie mehrere Tage bleiben.

Hamburg | Am Hamburger Flughafen hat der Bau einer Abschiebe-Einrichtung für abgelehnte Asylbewerber begonnen. Seit Anfang August würden die Fundamentplatten für die Wohncontainer im Transitbereich des Flughafens verlegt, das „Ausreisegewahrsam“ solle im Herbst in Betrieb gehen, sagte der Sprecher der Innenbehörde, Frank Reschreiter.

Nach Deutschland kommen Menschen, die aus ihren Heimatländern flüchten, weil dort Krieg herrscht oder sie politisch verfolgt werden. Dann haben sie einen legitimen Asylgrund. Doch bei manchen trifft das nicht zu.

Vorgesehen sind 15 Unterbringungsplätze für Hamburg und fünf für Schleswig-Holstein. Die abgelehnten Asylbewerber sollen ein bis vier Tage vor ihrer Abschiebung dorthin gebracht werden. „Es geht dabei nur um die Menschen, die sich systematisch immer wieder ihrer Rückführung entzogen haben“, betonte Reschreiter. „Die Einrichtung wird keineswegs immer belegt sein - es geht um Einzelfälle.“

Die Linken-Politikerin Christiane Schneider hatte eine Kleine Anfrage zu der Einrichtung gestellt. Der Senat erläuterte in seiner Antwort vom 26. Juli die Unterbringungsbedingungen: Die in Gewahrsam genommenen Menschen bekommen demnach alle ein Einzelzimmer, das zusammen mit separatem Toiletten- und Waschraum 14,5 Quadratmeter groß sei. Außerdem gebe es vier Gemeinschaftsräume, zwei Raucherräume, ein Spielzimmer, eine Essensausgabe, zwei Duschbereiche und zwei Außenbereiche.

Am Frankfurter Flughafen gibt es bereits einen Rückführungsbereich, in den die Menschen wenige Stunden vor dem Abflug gebracht werden. Der Europäische Gerichtshof hatte 2014 die Unterbringung von abgelehnten Asylbewerbern in normalen Gefängnissen untersagt.

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erstellt am 15.Aug.2016 | 14:00 Uhr

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