zur Navigation springen

Hamburg

05. Dezember 2016 | 09:39 Uhr

Nobelstadtteil in Hamburg : Flüchtlingsheim in Blankenese: Gericht hebt Baustopp auf

vom

Die Bäume, die für den Bau verschwinden müssen, dürfen gefällt werden. Doch beendet ist der Rechtsstreit damit noch nicht.

Hamburg | Schlappe für die protestierenden Anwohner, erster Sieg für die Stadt: Der von den Blankenesenern erstrittene sofortige Baustopp des bislang ersten Flüchtlingsheims in ihrem Stadtteil ist aufgehoben. Das Oberverwaltungsgericht Hamburg gab am Mittwoch der Beschwerde der Stadt recht und hob die vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts auf. Das heißt: Die Bäume, die für den Bau der Unterkunft schwinden müssen, dürfen gefällt werden.

Offiziell aus Naturschutzbedenken hatten Anwohner in Blankenese das Fällen von Bäumen für den Bau einer Flüchtlingsunterkunft gestoppt. Gleichzeitig wurden aber auch Stimmen laut, die sich gegen den Bau an sich richteten.

Beendet ist der Rechtsstreit über den Bau von neun Pavillons für insgesamt 192 Flüchtlinge am Björnsonweg jedoch noch nicht, sagte eine Sprecherin. Das Eilverfahren gegen die Folgeunterbringung laufe weiter, eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts sei offen. Gekippt sei nur die Zwischenverfügung, welche weitere Vorarbeiten wie eben das Fällen der 42 Bäume untersagte.

Gegen den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts ist den Angaben zufolge kein weiteres Rechtsmittel möglich.

Anwohner des Nobelstadtteils hatten zunächst die Baumfällungen für den Bau einer Flüchtlingsunterkunft verhindert. Mit Dutzenden Autos hatten sie die Zufahrt zu der Sackgasse Björnsonweg blockiert, sodass eine beauftragte Firma nicht an die Bäume herankam.

Worum geht es den Anwohnern? shz.de hat sie Anfang April besucht:

zur Startseite

von
erstellt am 20.Apr.2016 | 13:28 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen