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Hamburg

08. Dezember 2016 | 19:13 Uhr

Hamburger Hafen : Feuer auf „CCNI Arauco“ gelöscht - Einsatz abgeschlossen

vom

Das Containerschiff im Hamburger Hafen brennt nicht mehr. Doch der intensive Einsatz geht für die Feuerwehr weiter.

Hamburg | Die Löscharbeiten auf dem Containerschiff „CCNI Arauco“ im Hamburger Hafen sind beendet. Am Donnerstag war das Schiff in Brand geraten, am Samstag hatten die Mühen der Feuerwehr Erfolg - mit Löschschaum. Laut einem Bericht des NDR treten keine Brandgase mehr aus. Am Sonntagabend um 23.57 Uhr wurde der Einsatz auf der „CCNI Arauco“ offiziell abgeschlossen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Montagmorgen. Eine etwa 20-köpfige Brandwache der Feuerwehr waren zuletzt als Brandwache vor Ort. Die „Arauco“ liegt am Buchardkai in Waltershof.

Für die Feuerwehr war es ein sehr zeit- und kräfteintensiver Einsatz. Die Einsatzkräfte hatten in der Nacht zu Samstag rund 45.000 Liter Schaum durch eine Belüftungsluke in das betroffene Ladedeck der „CCNI Arauco“ gepumpt, um die Flammen zu ersticken.

 

Die beiden vorherigen Löschversuche waren zuvor gescheitert. Am Freitagmittag hatten die Einsatzkräfte ihre Strategie geändert, nachdem das dreifache Einbringen von CO2 an Bord die Flammen nicht ersticken konnte. So entschied die Einsatzleitung in Absprache mit dem Germanischen Lloyd, der Reederei und dem Kapitän, den 300 Meter langen Frachter mit Elbwasser zu fluten, um ihn weiter abzukühlen. Mit Wasserwerfern vom Burchardkai sowie vom Mehrzweckschiff „Neuwerk“ aus pumpten die Retter 40.000 Liter pro Minute in den Laderaum am Heck des Riesenfrachters. Ziel war es, die Temperatur im Inneren so weit abzusenken, dass die Landluke geöffnet werden konnte. Das Fluten des Schiffes habe gestoppt werden müssen, um die Statik des Schiffes nicht zu gefährden, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Wessely. Dann kam der Schaum zum Einsatz.

Einsatz vom Löschschaum - teuer, aufwendig und personalintensiv

Schaum zum Löschen einzusetzen, sei eine der letzten Maßnahmen, zu denen man bei einem solchen Feuer greifem sagte Wessely. Es sei sehr teuer, aufwendig und personalintensiv, Feuer mit solchen Mengen Löschschaum zu bekämpfen. Die Firmen Airbus und Holborn Raffinerie hatten dazu große Mengen des Schaums zur Verfügung gestellt. „Es ist immer so, dass die einen den anderen mit Schaum aushelfen“, sagte Wessely. Für die Unterstützung der beiden Firmen sei die Feuerwehr sehr dankbar.

Schaumflocken vom Löscheinsatz fliegen durch den Hamburger Hafen.

Schaumflocken vom Löscheinsatz fliegen durch den Hamburger Hafen.

Foto: Sebastian Peters
 

Der Löschschaum muss jetzt wieder aus dem Laderaum abgepumpt werden. Eine Spezialfirma muss ihn dann fachgerecht entsorgen.

Fachbehörden, darunter eine Bergungsfirma, die Versicherung und die Reederei, berieten am Samstag über die Bergung der einzelnen Container aus dem betroffenen Laderaum. Es sei nötig, sie einzeln anzuheben und zu öffnen. Die Feuerwehr vermute, dass sich Mobiliar, Farben, Plastik, Kunststoffe und Küchengeräte darin befinden. Von Gefahrgut gehe man nicht aus.

Das Feuer auf dem Containerschiff brach am Donnerstagnachmittag während Schweißarbeiten im Heckbereich aus. Die Flammen breiteten sich anschließend unter Deck aus. Drei Arbeiter wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Die Schadenshöhe ist völlig unklar. An Bord befand sich vermutlich Waren mit einem Wert im dreistelligen Millionenbereich. Hinzu kommen die Beschädigungen an dem erst 2015 gebauten Schiff selbst. Die „Arauco“ ist 300 Meter lang, 48 Meter breit, fährt unter der Flagge Liberias und gehört zur Altonaer Reederei NSC.

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erstellt am 05.Sep.2016 | 09:52 Uhr

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