zur Navigation springen

Hamburg

04. Dezember 2016 | 15:25 Uhr

Zweite Liga : FC St. Pauli beurlaubt Sportchef Thomas Meggle

vom

Mehrere Medien spakulierten bereits über die Ablösung des 41-Jährigen. Jetzt bestätigte der Club die Trennung.

Hamburg | Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat sich von seinem Sportchef Thomas Meggle getrennt. Der Tabellenletzte zog damit die Konsequenzen aus der dürftigen Bilanz in dieser Saison. „Die Gründe für die Entscheidung liegen in unterschiedlichen Auffassungen über die strategische Ausrichtung des Clubs“, teilte der Verein am Dienstag mit.

Die Hamburger schafften in elf Spielen bislang nur einen Sieg und sind mit sechs Punkten fünf Zähler von einem Nichtabstiegsplatz entfernt. Der 41-jährige Meggle war seit Dezember 2014 Sportlicher Leiter, nachdem er zuvor die Mannschaft für drei Monate erfolglos trainiert hatte.

Wer neuer Sportchef wird, ist unklar. Möglich ist, dass Geschäftsführer Andreas Retting den Job übergangsweise übernimmt. Das Präsidium hatte am Montag vor dem Zweitliga-Spiel getagt. Das Fehlen des Sportchefs bei der anschließenden Partie wollte jedoch keiner der Verantwortlichen am Montagabend erklären. Die Vereinsführung sieht offenbar in der Zusammenstellung des Teams den Grund für die Talfahrt und in Meggle den Hauptverantwortlichen. An Trainer Ewald Lienen soll unverändert festgehalten werden.

Meggle war als Profi in der Saison 1997 vom FC Starnberg zum FC St. Pauli gekommen. Er spielte bis 1999 sowie von 2000 bis 2002 und von 2005 bis zu seinem Karriereende 2010 für die Hamburger. Zwischendurch stand der einstige Mittelfeldspieler beim TSV 1860 München (1999/2000) und bei Hansa Rostock (2002-2005) unter Vertrag.

Am Tag nach dem Spiel des Hamburger Fußball-Zweitligisten gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) hatten bereits mehrere Medien über eine bevorstehende Ablösung des 41-Jährigen spekuliert, der am Montagabend nicht im Stadion gewesen war. Trainer und Vereinsführung gaben zunächst an, nicht zu wissen, warum Meggle entgegen seinen Gewohnheiten nicht zum Spiel erschienen war. „Ich wundere mich auch“, sagte Trainer Ewald Lienen.

Zuschauer im Stadion wunderten sich ebenfalls, dass zwar nicht Meggle im Stadion war, dafür aber Bruno Labbadia und Peter Knäbel, früher Trainer und sportlicher Leiter beim HSV.

Meggle hinterließ in den vergangenen Wochen einen ratlosen Eindruck und war wenig kommunikativ. An dem bei Fans und Spielern beliebten Trainer Lienen will der Verein offensichtlich festhalten.

zur Startseite

von
erstellt am 01.Nov.2016 | 14:44 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen