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Hamburg

08. Dezember 2016 | 05:10 Uhr

Zwischen Öjendorf und Billstedt : Familie stirbt bei Horrorunfall auf der A1 in Hamburg

vom
Aus der Onlineredaktion

Ein Auto gerät zwischen zwei Lkw und wird zerquetscht. Für die vier Insassen kommt jede Hilfe zu spät.

Hamburg | Vier Menschen sind am Montagabend bei einem Unfall auf der Autobahn A1 in Hamburg ums Leben gekommen. Dabei handelt es sich laut Polizeiangaben um eine Familie aus Hamburg, wie ein Polizeisprecher sagte. Für den 56 Jahre alten Vater, die ein Jahr ältere Mutter sowie die 13-jährige Tochter und der 17-jährigen Sohn kam jede Hilfe zu spät.

Am Ende eines Staus prallte ein 46-jähriger Fahrer mit seinem Lastwagen in ihren Citroën und schob ihn gegen einen davor stehenden Lastwagen. Der Kompaktvan wurde durch den Aufprall komplett zusammengestaucht. Das Wrack war nach Angaben der Feuerwehr nur noch anderthalb Meter lang.

Mit dem Rüstwagen fixierten die Einsatzkräfte das Fahrzeug als der Sattelzug vorsichtig vorgefahren wurde. Mit der Wärmebildkamera versuchten die Einsatzkräfte eine Sichtung nach den Insassen vor Ort durchzuführen. „So einen schrecklichen Unfall erleben wir nicht häufig“, erzählte Einsatzleiter Karsten Prokoph. Ein Notarzt erklärte die Insassen für tot.

Der völlig zerstörte Citroen Xsara wurde mit einem Kran verladen.
Der völlig zerstörte Citroën Xsara Picasso wurde mit einem Kran verladen. Foto: dpa
 

Mit dem Spreizer wurde das Wrack angehoben um Schlingen unter dem Fahrzeug zu verlegen. Mit dem Kran wurde anschließend das Wrack auf einem Wechselladerfahrzeug mit Mulde verladen. Die Bergung der Personen erfolgte auf dem verlassenen Gelände der Feuerwehrakademie Hamburg in Hamburg-Billbrook.

Die beiden Lastwagenfahrer standen unter Schock und kamen ins Krankenhaus. Die am Einsatz beteiligten Feuerwehrleute wurden von der Spezialeinsatzgruppe „Gesprächsnachsorge“ begleitet.

Der Verkehrsunfalldienst der Polizei und ein Sachverständiger übernahmen die Ermittlungen zur Unfallursache. Warum sich der Verkehr vor dem Unfall am späten Abend gestaut hatte, konnte die Polizeisprecherin nicht sagen. Die A1 in Richtung Süden war fast vier Stunden voll gesperrt.

Chronik: Schwere Unfälle an Stauenden

Juli 2016: Innerhalb weniger Stunden verursachen Lastwagenfahrer zwei tödliche Verkehrsunfälle auf der Autobahn 6 bei Mannheim: Sie rasen jeweils in ein Stauende. Mehrere Menschen kommen ums Leben, darunter auch einer der Lkw-Fahrer.

Juli 2016: Auf der Autobahn 7 stirbt eine Familie aus Niedersachsen. Eltern und Tochter hielten mit ihrem Wohnmobil am Ende eines Staus bei Kassel, als ein Lastwagen auffuhr. Der Lkw-Fahrer wird schwer verletzt.

Mai 2016: Drei kleine Kinder und ihre Mutter sterben, als ihr Auto auf der A6 bei Nürnberg von einem Lastwagen gerammt wird. Der Fahrer hatte vor einer Baustelle das Stauende übersehen.

Mai 2016: Der Fahrer eines Wohnmobils stirbt auf der Autobahn 1 bei Burscheid in Nordrhein-Westfalen. Der Fahrer eines Sattelzugs hatte das Ende eines Staus übersehen, er wird schwer verletzt.

Mai 2013: Auf der Autobahn 4 in Richtung Polen fährt bei Görlitz ein beladener Autotransporter fast ungebremst in mehrere Autos, die vor einem Tunnel warten. Bilanz: ein Toter, mehrere Schwerverletzte.

 

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erstellt am 19.Jul.2016 | 11:54 Uhr

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