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Hamburg

07. Dezember 2016 | 09:48 Uhr

Eröffnung der Plaza : Exklusive Einblicke: So sieht die Elbphilharmonie von innen aus

vom

Sechs Jahre zu spät und 700 Millionen Euro teurer als versprochen - aber nun ist es doch vollbracht: Hamburg hat seine Elbphilharmonie.

Hamburg-Korrespondent Markus Lorenz kommentiert: „Schwamm drüber - macht was draus!“

Wunderschön sieht sie aus, und tatsächlich lässt sich sagen, Hamburgs Elbphilharmonie ist eine Art neue Perle am Elbufer. Sie glänzt als ästhetisch und funktional geglücktes Wagnis, als Stück atemberaubende Architektur von Weltrang. Und ist obendrein eine klug überlegte Verschmelzung von Gestern und Heute. Unten robust und kantig wie ein Hafenmalocher von annodazumal, oben filigran wie ein Violinsolist. Wenn sich nun also der Vorhang für eines der umstrittensten Gebäude der Republik hebt, dann gehört die Glaswelle auf Backstein endlich auf denjenigen, die den Scheck ausstellen: die Steuerzahler der Hansestadt.

So unerquicklich, so peinlich und schmerzhaft teuer die Vorgeschichte aber auch war, nun sollte gelten: Schwamm drüber. Nach allem, was sich heute sagen lässt, ist dieses Gebäude am Ende die knappe Milliarde Euro vermutlich wert. Das Potenzial erscheint riesig, das neue Wahrzeichen am Kehrwieder kann Eiffelturm und Mailänder Scala in einem sein, als Touristenmagnet und als Musiktempel Weltklasse. Das heißt aber auch: Für die Verantwortlichen im künstlerischen wie im kaufmännischen Bereich beginnt die eigentliche Arbeit erst jetzt. Sie müssen höchste Qualität im Spielbetrieb liefern, ohne elitär zu sein. Ein bürgernahes, ja demokratisches Haus ohne Hemmschwelle ist das Mindeste, was die Hamburger erwarten dürfen.

Niedrige Eintrittspreise aber bedeuten weniger Einnahmen, weshalb dauerhaft weitere Steuermillionen notwendig werden, um die absehbaren roten Zahlen auszugleichen. Die pragmatischen Hanseaten freilich scheinen geneigt, das Millionengrab ins Herz zu schließen und ihm eine Chance zu geben. Im Volksmund heißt der Prunkbau längst liebevoll Elphi. Na denn: Lasst die Show beginnen - und macht was draus.

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erstellt am 04.Nov.2016 | 18:35 Uhr

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