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Hamburg

04. Dezember 2016 | 11:08 Uhr

Horror-Clowns in Bahrenfeld : Erste Clown-Attacke in Hamburg: 18-Jähriger von zwei Männern verletzt

vom
Aus der Onlineredaktion

Es ist der erste Fall in Hamburg: In einer Kleingartenanlage kam es zu dem Angriff.

Hamburg | 370 Fälle gab es im Oktober bereits in Deutschland - nun haben sogenannte Horror-Clowns auch zum ersten Mal in Hamburg zugeschlagen. Wie die Hamburger Morgenpost und das Hamburger Abendblatt berichten, ereignete sich die Attacke am Dienstagabend in einer Kleingartenanlage in Hamburg-Bahrenfeld. Dabei sei ein 18-Jähriger leicht verletzt worden. Zwei Männer im Clown-Kostüm sollen ihn angegriffen haben - mit Pfefferspray und einer Eisenstange. Die Clowns seien im Anschluss geflüchtet, die Polizei konnte sie nicht mehr fassen.

Das Erschrecken im Clown-Kostüm ist längst kein Spaß mehr - und viele Händler reagierten bereits: Clownsmasken sind vielerorts nicht mehr im Angebot. Für die Verkäufer könnte das auch Umsatzeinbußen zur Folge haben, da sie aufgrund von Halloween derzeit Hochsaison haben.

Die Übergriffe durch Clowns nehmen zu - und sie reichen von bloßen Sichtungen über Erschrecken bis hin zu versuchten und tatsächlichen Angriffen mit Messern oder anderen Waffen. Die mit Abstand meisten Fälle hat der Umfrage zufolge das LKA Nordrhein-Westfalen registriert: Der Behörde im bevölkerungsreichsten Bundesland waren bis zum Mittwochvormittag 190 Vorfälle mit Horror-Clowns bekannt. Dabei wurden acht Menschen leicht verletzt. In Niedersachsen wurden 56 Fälle gezählt, in Mecklenburg-Vorpommern 47. Eine Übersicht über die Vorfälle in Schleswig-Holstein finden Sie hier.

In Baden-Württemberg sind der Polizei den Angaben zufolge bislang hingegen erst sieben, in Berlin zwei Fälle bekannt. In der Hauptstadt war am Montag ein 16-Jähriger mit Clownsmaske von einem 14-Jährigen niedergestochen worden, nachdem er ihn erschreckt hatte. Der vermeintliche Clown musste notoperiert werden.

Nicht alle Bundesländer erfassen die Vorfälle zentral. Einige Bundesländer wie Hessen oder Bayern berichten von „mehreren Sichtungen“ oder Einzelfällen. Die Umfrage erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Behörden konstatieren zudem vermehrt Falschmeldungen in sozialen Netzwerken und anderen Internet-Plattformen. Etwa in Bayern machen den Ermittlern diese Gerüchte und Falschmeldungen zu schaffen. Strafrechtlich relevante Fälle gebe es den Behörden zufolge dort bislang aber kaum. Auch die Polizei in Thüringen weist auf Falschmeldungen im Internet hin. Aus Sachsen-Anhalt hieß es, viele der vermeintlichen Clown-Sichtungen hätten sich im Nachhinein als ausgedacht entpuppt.

Mehrere Landesinnenminister verurteilten das Verhalten der Maskierten und kündigten ein hartes Vorgehen gegen sie an. „Auch wenn man dem Einzelnen unterstellen mag, dass er es für einen Scherz hält, Leute zu erschrecken. Die Folgen für die Opfer sind oftmals alles andere als spaßig“, sagte etwa der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD). Er bezeichnete die Maskierten als „Spinner“ und deren Verhalten als „abstoßendes Phänomen“.

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) äußerte sich besorgt: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Aktionen zu einer Riesen-Katastrophe führen und Personen ernsthaft verletzt werden.“

(mit dpa)

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erstellt am 27.Okt.2016 | 07:45 Uhr

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