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Hamburg

08. Dezember 2016 | 07:04 Uhr

Radrennen in Hamburg : Die Zukunft der „Cyclassics“ ist gesichert

vom

Dem Traditionsrennen war der Hauptsponsor abgesprungen. Um die Zukunft wurde gebangt. Jetzt steht fest: Es geht weiter mit einem neuen Geldgeber.

Hamburg | Die Zukunft der Hamburger Cyclassics ist gesichert. Bürgermeister Olaf Scholz und Christian Toetzke vom Veranstalter Ironman präsentierten am Mittwoch mit dem Hamburger Unternehmen EuroEyes einen neuen Titelsponsor für das einzige WorldTour-Radrennen auf deutschem Boden, das am 21. August zum 21. Mal ausgetragen wird. „Das ist ein guter Tag für Hamburg und ein Meilenstein für die Weiterentwicklung der Sportstadt“, sagte Scholz in der Handelskammer der Hansestadt.

Die Cyclassics sind das größte Radrennen in Europa.  Zum ersten Mal wurde es 1996 als HEW-Classics veranstaltet. Über 20.000 Radfahrer nehmen jährlich teil. Gäbe es das Traditionsrennen nicht mehr, würde Hamburg ein weiteres sportliches Highlight fehlen. Erst vor kurzem hatte sich der Eishockeyclub Hamburg Freezers aufgelöst. Auch die HSV-Handballer mussten Insolvenz anmelden

Nach dem Rückzug des bisherigen Titelsponsors Vattenfall, der 2015 sein Engagement eingestellt hatte, stand die Weiterführung der Hamburger Cyclassics auf wackeligen Beinen. Ein Aus wäre „betrüblich gewesen“, sagt Scholz. Zumal die Sportstadt nach dem Nein der Bevölkerung zu Olympia 2024, der Insolvenz der Handballer des HSV Hamburg, der Auflösung des Eishockeyteams der Hamburg Freezers und dem Bundesliga-Rückzug der Volleyballerinnen des VT Aurubis schon einige Nackenschläge zu verkraften hatte.

Tennisturnierdirektor Michael Stich nahm sogleich den Ball auf und forderte Scholz auf, sich auch beim Finale am 17. Juli am Rothenbaum sehen zu lassen. Auch das Tennisevent hat keinen Hauptsponsor mehr. „Es wäre ein tolles Signal, wenn der Bürgermeister beim Finale dabei wäre“, sagte Stich.

Christian Toetzke vom Radsport-Veranstalter Ironman lobte die „beispielhafte Zusammenarbeit mit der Stadt“. Nun könne die Planung nicht nur des aktuellen Rennens vorangetrieben werden. Für die 21. Auflage rechnet Toetzke erneut mit mehr als 20.000 Teilnehmern in den Profi- und Jedermannrennen. „Aktuell haben wir 17 000 Anmeldungen. Das liegt über dem Trend der vergangenen Jahre.“ Den Fans hofft Toetzke erneut Spitzenfahrer wie Marcel Kittel präsentieren zu können. Der Erfurter hatte die Tour-de-France-Etappe nach Limoges gewonnen.

EuroEyes ist ein Hamburger Unternehmen mit insgesamt 13 Standorten in Deutschland, das sich auf Augenlasern und Linsenchirurgie spezialisiert hat. Nach den Hamburgischen Electricitätswerken (1996 bis 2005) war bis 2015 Vattenfall Namensgeber gewesen. Über das finanzielle Engagement von EuroEyes wurde Stillschweigen bewahrt. Mitte Mai war die notwendige Unterstützung durch einen neuen Titelsponsor auf eine halbe Million Euro beziffert worden.

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erstellt am 06.Jul.2016 | 14:05 Uhr

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