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Hamburg

04. Dezember 2016 | 00:54 Uhr

Hamburg : Die Höhle der Löwen: Zu Gast bei Investor Ralf Dümmel

vom

Ralf Dümmel investierte in so viele Unternehmen, wie nie zuvor in der Geschichte von DHDL. Am Rande Hamburgs werden die Gründer groß gemacht.

Hamburg | Ralf Dümmel ist Investor in der Sendung „Die Höhle der Löwen“, die am Dienstag auf VOX ihr Staffelfinale feierte. In der Show suchen Gründer Unterstützung bei ihrer Unternehmens- oder Produktidee. Ralf Dümmel investierte in so viele Unternehmen, wie nie zuvor in der Geschichte der Sendung. Zu Besuch in seinem Unternehmen DS Produkte am Rande Hamburgs, wo die Gründer groß gemacht werden.

Der ehemalige Firmengründer Dieter Schwarz hängt im Eingangsbereich von DS Produkte, in Öl gemalt und in Originalgröße, Ralf Dümmel nicht. Bis vor kurzem spielte der Chef des Handelsunternehmens in der breiten Öffentlichkeit kaum eine Rolle. Jetzt ist er, wie er sagt, „Anfänger-Prominent“. Es fällt ihm noch ein wenig schwer, dass auf einmal er, und nicht mehr nur seine Produkte im Vordergrund bekannt sind. 

Der 49-Jährige lebt für seine rund 4000 Produkte. Wie er von ihnen schwärmt und ihren Nutzen erklärt, fühlt es sich an, wie eine Verkaufsveranstaltung. Ralf Dümmel präsentiert Töpfe und Mixer, wie beim Teleshopping. Die Strumpfhose, die nicht reißt, oder die „Abfluss-Fee“, die den Abflussstopfen vor hartnäckigen Verschmutzungen und Verstopfungen bewahren soll. Selbstbewusst läuft er die Regale entlang und erzählt die Geschichten hinter den Produkten. Fast alle Artikel aus dem Portfolio des Unternehmens sind im Showroom in Stapelfeld ausgestellt. Die besonders erfolgreichen sind vergoldet. Es sind einige.

Mit seinem breitgefächerten Warenangebot zählt das Unternehmen zu den europaweit größten Lieferanten von Versand-, Lebensmittel-, Einzelhändlern sowie Discountern in Deutschland und Europa. Die Produktpalette reicht in nahezu alle Bereiche, wie Haushalt, Kleinelektro, Kochwaren, Reinigung- und Bodenpflege, Outdoor, Do-it-yourself, Beauty, Wellness und Fitness. Ralf Dümmel ist stets auf der Suche nach neuen Produktideen. In der dritten Staffel der Gründersendung „Die Höhle der Löwen“ macht der Hamburger genau das nun auch vor einem breiten Fernsehpublikum, jeden Dienstag schätzt er den Erfolg einer Idee ein, und das vor ostmals mehr über zwei Millionen Zuschauern. Die Unternehmensgründer bieten Geschäftsanteile - und Ralf Dümmel schnappte zu. Immer und immer wieder. 23 Mal willigte er ein, sich an einem Unternehmen zu beteiligen. Er wollte den „Pannenfächer“, genau so wie die Bügelhilfe „Bügel-Clou“ oder den Brotaufstrich „Malzit“. So viele Deals hat noch nie ein Unternehmer in dem Format gemacht. Ralf Dümmel weiß, was er vermarkten kann. „Etwas sehen und dann zu beurteilen - das mache ich fast täglich schon seit 28 Jahren im Unternehmen“, so der Unternehmer.

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Ein von Hood.de (@hood.de) gepostetes Foto am

 

 

 

Ralf Dümmel hat hohe Ansprüche: an sich, an seine Mitarbeiter, und an die Gründer. „Wichtiger als die Idee ist fast der Mensch, schließlich müssen wir viele Jahre miteinander zusammenarbeiten“, so Dümmel. Für ihn zählen der absolute Wille mit seinem Produkt etwas erreichen zu wollen und Ehrlichkeit. Und müsse dem Gründer bewusst sein, dass er gegebenenfalls für seinen Traum auch auf andere Dinge verzichten muss.

Von seinen in der Sendung besiegelten Deals kamen fast alle zustande. Nur zwei scheiterten, mit einem Gründer ist Dümmel noch in Verhandlungen. Ein enorm hoher Wert. „Wir lassen uns nicht abschrecken, wenn mal was nicht stimmt. Der hanseatische Handschlag ist für mich verbindlich“, so der Unternehmer. Doch oftmals kommen Investments mit anderen Juroren nicht zustande. In der vergangenen Staffel scheiterten sogar 26 von 35 Deals nach Ausstrahlung der Sendung. „Das ärgert mich. Genau so, wie es mich ärgert, wenn sich ein Gründer nicht für mich entscheidet“. Zwei Mal kam das vor.

Aufgezeichnet wurde die Staffel bereits im März. Im Anschluss lud Dümmel seine Gründer jeweils ein, um sich kennenzulernen. „Das Geld ist nur das eine, was wir bieten. Wir sind aber vor allem ein strategischer Partner“, so der 49-Jährige. Wer mit Ralf Dümmel einen Deal abschließt, bekommt das Rundumsorglos-Paket, von Handel, Vertrieb bis Marketing. Rund fünf Monate blieben ihnen, die Produkte auf den Markt zu bringen, heute stehen sie präsent im Handel. „75 Prozent dieser Artikel laufen wirklich extrem gut, wie die Abflussfee, My Chipsbox und VeggiePur“, so Ralf Dümmel. „Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen, aber natürlich wird es auch Produkte geben, die am Ende nicht ganz die Prognosen erfüllen“.

Vor kurzem gab Vox bekannt, dass es im kommenden Jahr eine vierte Staffel geben wird. Welcher Investor dabei sein wird, steht noch nicht fest. Auch Dümmel mag sich noch nicht festlegen. „Es berührt mich, Menschen zu helfen, aber das ist auch kein Wohltätigkeitsball“, so Ralf Dümmel. Es ist sein Job. Im realen Leben, als auch im Fernsehen. Und er macht es mit Leib und Seele. Selbstverständlich für ihn, dass alle seine Gründer auch seine Handynummer haben.

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erstellt am 03.Nov.2016 | 20:10 Uhr

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