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Hamburg

10. Dezember 2016 | 11:57 Uhr

Gewerbegebiet „HUB+ Neuland“ : DHL baut „Mega-Paketzentrum“ in Hamburg

vom

An der A1-Auffahrt bei Harburg entsteht auf 34 Hektarn ein neues Logistikzentrum. 1200 neue Jobs sind geplant.

Hamburg | Es ist ein Ansiedlungserfolg wie gemalt für Hamburgs rot-grüne Rathausregierung: DHL baut in Hamburg-Neuland ein neues „Mega-Paketzentrum“ als „Klima-Modellquartier“ mit mehr als 1200 Jobs und beginnt in der Hansestadt zudem die CO2-freie Zustellung. Der Paketdienst der Deutschen Post AG setzt in der Innenstadt künftig Street Scooter ein, die ausschließlich mit Ökostrom fahren.

Hoch zufrieden präsentierte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) den Coup am Dienstag persönlich im gediegenen Rahmen des Bürgermeistersaals im Rathaus. „Die Logistik ist und bleibt ein Jobmotor Hamburgs und der Metropolregion. Und es ist gut für die Hamburger, dass wir den Wandel zu einer emissionsarmen Metropol-Logistik voranbringen“, sagte der Senatschef.

Heimat des grünen Paketzentrums wird das Gewerbegebiet „HUB+ Neuland“ im Süden Hamburgs, für das im September der erste Spatenstich erfolgt war. Das 34 Hektar große Gelände liegt an der A1-Auffahrt Harburg. DHL hatte mit seinem Konzept die Ausschreibung für den Gewerbepark gewonnen und will dort nach den Vorgaben der Stadt nachhaltige Logistik wahr machen.

<p>Visualisierung des „Mega-Paketzetrmums“ in Hamburg-Neuland.</p>

Visualisierung des „Mega-Paketzetrmums“ in Hamburg-Neuland.

Foto: DHL

Laut Uwe Brinks, Produktionschef der Brief- und Paketsparte von Deutsche Post DHL, umgibt ein Grüngürtel das Areal, die Hallendächern werden begrünt, einige erhalten Photovoltaik-Anlagen. Ein Mulden-System dient zur Regenwasserversickerung. Weitere Einzelheiten müssen Stadt und DHL noch festlegen. Der Vorlauf für das Vorzeigeprojekt ist allerdings erheblich. Die Inbetriebnahme ist laut Brinks ab Sommer 2020 geplant.

Bis dahin rechnet die Deutsche Post DHL Group mit einem jährlichen Paketwachstum von fünf bis sieben Prozent. Das bestehende Frachtzentrum in Hamburg-Allermöhe sei zu klein, um diese Expansion zu bewältigen.

Nicht nur mit der neuen Logistik-Basis, auch beim Lieferverkehr will sich das Unternehmen in Hamburg als Öko-Vorreiter positionieren. Mit der Umstellung auf saubere Street Scooter stelle sich DHL der Verantwortung, „steigende Paketmengen ohne Lärm- und Abgasemissionen zum Kunden zu bringen“, so Brinks. Die ersten 30 E-Fahrzeuge sparten demnach jährlich rund 90 Tonnen Kohlendioxid, ein Ausbau der Flotte sei schon jetzt geplant. Eingesetzt werden die Stromer im Bereich der erweiterten City. Zwischen Rotherbaum, Altona und Hammerbrook stellt DHL damit künftig CO2-frei zu.

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erstellt am 29.Nov.2016 | 17:12 Uhr

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