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Hamburg

11. Dezember 2016 | 11:04 Uhr

Nahverkehr in Schleswig-Holstein : DGB fordert einheitlichen Verkehrstarif für Hamburg und SH

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will Autofahrer im Norden zum Umsteigen bringen. Mit einem einfachen Preissystem für Busse und Bahn soll das gelingen.

Hamburg/Kiel | Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert ein einheitliches Ticket für Busse und Bahnen in der Metropolregion Hamburg und in ganz Schleswig-Holstein. „Der Norden braucht ein einfaches Preissystem, das problemlos an allen Fahrkartenautomaten funktioniert“, sagte der Vorsitzende des DGB Nord, Uwe Polkaehn, der Deutschen Presse-Agentur. „Nicht nur für Pendler ist die Kleinstaaterei im Tarifsystem ein Ärgernis.“ Wer Mobilität predige, müsse dafür die nötige Infrastruktur schaffen. Dazu gehörten attraktive Verbindungen, dichtere Takte und moderne Bahnhöfe.

Wenn das Preissystem vereinfacht würde, könnte sich das auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auswirken - es könnte mehr Autofahrer dazu bringen, auf Bus und Bahn auszuweichen. 

Polkaehn begrüßte entsprechende Ankündigungen des Kieler Verkehrsministers Reinhard Meyer. Der SPD-Politiker hatte kürzlich erklärt, er wolle sich für einen Einheitstarif im Norden einsetzen. Bis 2031 stehen Schleswig-Holstein mehr als 500 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung, um den Nahverkehr attraktiver zu machen.

„Gerade die Metropolregion Hamburg braucht Mobilität ohne Grenzen - sie kann Vorreiter sein für Bahn und Bus 2.0“, sagte Polkaehn. Das jahrelange Sparen und Kürzen habe Bahnhöfe, Brücken, Schienenwege, Straßen und Kanäle verkommen lassen. Nun würden dringend mehr staatliche Investitionen benötigt, erklärte Polkaehn. Alle Arbeitnehmer seien auf gute Verkehrswege angewiesen. Deren Ausbau sei ein wichtiger Beitrag, um zukunftsfähige Unternehmen und Beschäftigung im Norden zu halten.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 07:11 Uhr

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