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Hamburg

06. Dezember 2016 | 17:09 Uhr

Metro-Buslinie 5 : Deutschlands meistbefahrene Buslinie bekommt noch mehr Busse

vom

Die Buslinie ist eine Hamburger Erfolgsgeschichte. Auf keiner anderen Strecke sind in Europa so viele Busse unterwegs.

Hamburg | Alle zwei Minuten ein Bus: Die Hamburger Hochbahn verdichtet den Takt auf Europas meist genutzter Linie. Wie Hochbahn-Chef Henrik Falk am Mittwoch ankündigte, wird zwischen Grindelallee und City künftig alle 120 Sekunden ein Fahrzeug rollen. Falk: „Die Maßnahmen zur Busbeschleunigung haben die Metrobus-Linie 5 noch attraktiver gemacht. Deshalb wählen immer mehr Fahrgäste diese Linie. Wir werden das Angebot kräftig ausweiten, damit wir die Qualität auch bei weiter steigenden Fahrgastzahlen halten können.“

Ab 31. Oktober setzt die Hochbahn in der Hauptverkehrszeit mehr Busse ein. Zwischen Nedderfeld und Innenstadt sollen in zehn Minuten drei statt bisher zwei Fahrzeuge verkehren. Weil dann zwischen Bezirksamt Eimsbüttel und der Innenstadt  für die Metrolinie 4 ein Fünf-Minuten-Takt gilt, wird in diesem Abschnitt alle zwei Minuten ein Bus unterwegs sein. Ein solch kurzer Takt sei nur aufgrund der umstrittenen Busbeschleunigung möglich, sagte Gerhard Schenk, Bereichsleiter Unternehmenssteuerung und Systementwicklung. „Insbesondere die intelligente Ampelsteuerung, die Verlegung der Haltestellen hinter die Kreuzung und deren barrierefreier Ausbau waren wichtig, um die Pulkbildung zu verhindern und den Betrieb zu stabilisieren.“

Dank neuer Fahrkartenautomaten an den Haltestellen kaufen zudem immer weniger Nutzer ihre Tickets beim Fahrer, was die Standzeiten verkürzt. Nach Angaben von Falk ist die Zahl der Fahrgäste auf der Linie M5 im „beschleunigten Streckenabschnitt“ um zehn Prozent gestiegen. Die Busbeschleunigung hatte in der Stadt viel Kritik ausgelöst, insbesondere wegen der langwierigen Behinderungen und angeblich geringer Effekte auf die Busfahrzeiten.

Falk kündigte zugleich neue Fahrzeuge für die Linie 5 an. Die bisherigen XXL-Busse würden nach und nach in Rente geschickt und in den kommenden zwei, drei Jahren durch „Capacity L“-Fahrzeuge von Mercedes ersetzt. „Das ist das modernste Großraum-Fahrzeug auf dem Markt und hat mit 125 bis 130 Plätzen nur geringfügig weniger Kapazität als die Doppelgelenkbusse“, betonte Falk. Vorteil: Der „Capacity L“ verfügt über fünf Türen, eine mehr als das aktuelle Modell. Zusammen mit den nach außen schwenkenden Türen führt dies laut Hochbahn dazu, dass Passagiere zügiger ein- und aussteigen können.

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erstellt am 05.Okt.2016 | 19:25 Uhr

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