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Premiere für Nationalmannschaft : Deutsches Futsal-Team begeistert bei Länderspiel in Hamburg

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Länderspiel-Premiere gegen England: Im Fußball ist Deutschland Weltmeister, im Futsal noch Entwicklungsland.

Der erste Länderspielsieg einer deutschen Futsal-Nationalmannschaft sorgte auch bei der Fußball-Prominenz für Begeisterung. „Das war beeindruckend“, befand Trainer-Altmeister Horst Hrubesch nach dem verdienten 5:3 (2:2)-Sieg der deutschen Auswahl am Sonntag in Hamburg gegen England. „Das war tolle Werbung für Futsal. Kompliment an die Mannschaft und Trainer Paul Schomann. Es hat Spaß gemacht, hier zuzuschauen“, sagte DFB-Chef Reinhard Grindel dem TV-Sender Sport 1.

Deutschland dagegen ist im Futsal ein Spätstarter. Fast alle anderen 55 UEFA-Mitglieder waren schneller als der DFB, der die Auswahl erst 2015 einführte.

Das erste Länderspiel-Tor gelang in der achten Minute dem Kölner Timo Heinze, der einst beim Nachwuchs von Bayern München mit den heutigen Weltmeistern Mats Hummels und Thomas Müller gespielt hat. „Damit geht er in die Annalen ein“, sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch.

Es wurde getrickst, gezaubert - und am Ende lautstark gejubelt: Die neu formierte Auswahl von Schomann setzte sich vor 2092 Besuchern in der ausverkauften Hamburger Inselparkhalle verdient gegen die Engländer durch. Neben Heinze trafen Timo di Giorgio, Christopher Wittig, Lennart Hartmann und Michael Meyer für die Deutschen. Am Dienstag (18.00 Uhr/Sport 1) fordert das DFB-Team die Briten, die schon seit 2003 Spitzen-Futsal betreiben, an gleicher Stelle erneut heraus.

Hinter dem kleineren, etwas schwereren und weniger sprunghaften Ball sind auch schon Weltklasse-Kicker wie Lionel Messi und Neymar vom FC Barcelona hergerannt. Selbst Fußball-Zwerge wie Liechtenstein, die Färöer oder San Marino sind im Futsal länger dabei und stehen dadurch in der Weltrangliste vor den auf dem Feld so dominanten Deutschen. Dieses Bild soll nun korrigiert werden. „Es soll keine zehn Jahre dauern, bis wir oben sind“, sagte Saboor Khalili von den Hamburg Panthers.

Der Hamburger ist einer von 54 Fußballern, die sich vor gut einem Jahr zum Casting um einem Platz in der Futsal-Auswahl bewarben.

Übriggebliebenen sind 26 Akteure. In Hamburg ist ein 18er-Kader am Start, aus dem vier Mann auf der Tribüne Platz nehmen mussten.

Fernziel der DFB-Futsal-Auswahl ist die EURO 2018 in Slowenien.

Im ersten Länderspiel hatten die Deutschen nach einem Lattenschuss der Briten (7.) Glück, doch wenig später traf Heinze. Der Pforzheimer Di Giorgio (16.) erhöhte mit einem sehenswerten Freistoß. Zwei Unachtsamkeiten bestrafte der Engländer Douglas Reed aber per Doppelschlag kurz vor der Pause (19./20.) mit dem Ausgleich.

Nach der erneuten Führung durch Wittig (24.) standen die Fans wie eine Wand hinter dem DFB-Team. Getragen von der tollen Atmosphäre erhöhte Hartmann (29.) und Meyer (32.) - danach ließen sich die Deutschen auch nach dem dritten Treffer der Engländer durch James Webb (39.) ihren verdienten Starterfolg nicht mehr nehmen.

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erstellt am 30.Okt.2016 | 17:46 Uhr

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