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Hamburg

26. März 2017 | 09:30 Uhr

Anstoss – Die HSV-Kolumne : Der Rekordtransfer ist nur ein Mitläufer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Filip Kostic war mit 14 Millionen Euro der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte. Die hohen Erwartungen konnte er bisher jedoch noch nicht erfüllen.

Hamburg | Der Königstransfer ist bestenfalls Durchschnitt. Filip Kostic war mit 14 Millionen Euro der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte. Die hohen Erwartungen konnte er bisher jedoch noch nicht erfüllen. Der serbische Nationalspieler ist meistens nur Mitläufer und nur hin und wieder Leistungsträger. Nach seinem katastrophalen Start liefert er in den vergangenen Wochen zwar wenigstens ab und an brauchbare Leistungen ab. Aber für einen Rekordtransfer ist das nicht genug. Kostic steht in der Offensive meistens klar im Schatten von Nicolai Müller und Bobby Wood.

Kostic ist schnell und ein glänzender Techniker. Auch kämpferisch hat er in den vergangenen Monaten zugelegt. Aus seinem überragenden Potenzial macht er aber insgesamt zu wenig. Er schießt kaum Tore und ist nur dann stark, wenn auch die Mannschaft gut spielt. Wenn es nicht läuft, leistet er keinen Widerstand. Das zeigte sich vor allem am Anfang der Saison und gerade wieder in München, als der Serbe wehrlos mit dem Rest der Mannschaft unterging. Zwischenzeitlich setzte ihn Trainer Markus Gisdol deshalb sogar auf die Ersatzbank. Bei seinem vorherigen Verein lief es ähnlich. Als der VfB Stuttgart Richtung zweite Liga taumelte und am Ende abstieg, versagte auch Kostic.

Er taugt nicht zum Führungsspieler und ist keiner, der vorangeht. Das war eigentlich auch schon vor der Saison bekannt. Dennoch war Ex-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer nur auf seine Verpflichtung fixiert und ignorierte leichtfertig die Baustellen in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld. Das ist nicht die Schuld von Kostic. Die Ablöse in Höhe von 14 Millionen Euro hätte der Verein jedoch besser anders investiert. Der HSV hat einfach zu wenig Geld, um so viel für einen durchschnittlichen Bundesligaspieler auszugeben. 

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erstellt am 05.Mär.2017 | 10:00 Uhr

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