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Hamburg

10. Dezember 2016 | 10:00 Uhr

„Wohnen am Volkspark“ : Dank A7-Deckel: Wohnquartier auf der Hamburger Trabrennbahn

vom

Die Pläne für das neue Groß-Wohnquartier wurden Dienstag vorgestellt. Mindestens 2200 Wohnungen sollen entstehen.

Hamburg | Es ist das Ende einer traditionsreichen Hamburger Sportstätte - und zugleich der Anfang eines neuen Groß-Wohnquartiers: Die 1880 eröffnete Trabrennbahn in Bahrenfeld wird abgerissen und macht den Weg frei für eine Neubebauung mit Wohnungen für rund 6000 Menschen. Stadtentwicklungssenstorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) hat am Dienstag erste Pläne für das Projekt unter dem Titel „Wohnen am Volkspark“ vorgestellt. Im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs hatten sieben Städteplaner Entwürfe eingereicht. Der Siegerpreis geht an das Schweizer Büro Leismann AG/Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt.

Das 46 Hektar große Areal liegt zwischen Altonaer Volkspark und der Autobahn 7. Erst der geplante Lärmdeckel über die A7 macht ein große Wohnquartier dort möglich. Nicht nur verschwindet der Autolärm unter der Haube, auch werden jene Kleingärten auf das Lärmtunneldach umgesiedelt, die noch am Rand der Autobahn liegen. Die freiwerdenden Flächen grenzen östlich an das Gelände der Trabrennbahn.

Schließungspläne für die Sportanlage sind nicht neu. Die Wettumsätze sind seit Langem nicht mehr auskömmlich, weshalb die Bahn auch als Open-Air-Stadion genutzt wird. Dort rockten Weltstars wie Robbie Williams und Bon Jovi. 1998 brachten die Rolling Stones 70.000 Fans in Bahrenfeld auf Trab. Voraussichtlich 2018 kommen nun die Abrissbagger. Trabrennen soll es dann nur noch auf der Bahn in Horn geben, wo eine Kombi-Anlage für Traber und Galopper vorgesehen ist.

Das neue Stadtquartier am Volkspark soll überwiegend dem Wohnen dienen, aber auch andere, Nutzungen sowie Nahversorgungs- oder Sozialeinrichtungen bieten. Geplant sind laut Stapelfeldt bisher „mindestens“ 2200 Wohnungen, davon ca. 1300 auf der Fläche der Trabrennbahn. Ziel sei es, einen "urbanen Ort mit eigener Identität" zu schaffen, der sich zwischen die bestehende Bebauung und den Volkspark einpasst. Die Verbindung von Park und dem neuen Stadtteil soll auch die Landschaftsachse aufwerten. Der Siegerentwurf des Schweizer Büros gelinge dies auf besonders kreative Weise, lobte Oberbaudirektor Jörn Walter. So sind die Sportflächen und Kinderspielplätze des neuen Quartiers  als Erweiterung des Volksparks konzipiert.

Bevor die Bauarbeiter kommen, folgt noch ein Architektenwettbewerb zur konkreten Ausgestaltung der Gebäude. Markus Lorenz

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erstellt am 22.Nov.2016 | 21:08 Uhr

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