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Hamburg

04. Dezember 2016 | 13:16 Uhr

Bis zu 20 Millionen pro Jahr: Katholiken müssen sparen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Norddeutschlands Katholiken stehen vor erheblichen Kürzungen: Das 400  000 Gemeindeglieder in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg zählende Erzbistum Hamburg muss bis 2020 jährlich 20 Millionen Euro sparen. Das kündigte Erzbischof Stefan Heße (Foto) am Sonnabend vor den mehr als 500 Teilnehmern der Auftaktveranstaltung eines diözesanen Erneuerungsprozesses im Hamburger Mariendom an. „Das geht an die Substanz“, sagte Heße.

Zwar würden die Mitgliederzahlen des 400  000 Katholiken in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern umfassenden, flächenmäßig größten deutschen Erzbistums derzeit nicht sinken. Auch sorge die wirtschaftliche Lage für aktuell gute Kirchensteuereinnahmen. Doch Gebäude und Pensionslasten fielen ins Gewicht. Und bis 2050 werde es aufgrund der demographischen Entwicklung aber voraussichtlich 40 Prozent weniger Kirchenmitglieder geben, sagte Heße. Wolle die Diözese dann finanziellen Spielraum behalten, müsse sie mit Einschnitten von etwa 50 Prozent rechnen.

Der Erzbistum betonte, dass der geplante Erneuerungsprozess kein reiner Strukturprozess sein solle. „Ich bin der festen Überzeugung: Bei allen Veränderungen in der Kirche kommen wir nicht weiter, wenn wir hier oder da die Stellschrauben ein wenig nachjustieren“, so Heße. Bei allen Strukturfragen müsse vielmehr die Frage „Fördert das unsere Beziehung zu Christus?“ im Mittelpunkt stehen. „Wir können uns als Kirche nicht mit dem Kreisen um uns selbst begnügen“, sagte Heße. „Kirche sind wir immer und zuerst für die Anderen.“

 

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