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Nivea-Hersteller aus Hamburg : Beiersdorf mit vorsichtigem Optimismus ins Jahr gestartet

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Der Konzern konnte seinen Umsatz laut vorläufigen Zahlen auf 6,75 Milliarden Euro steigern.

Der Hamburger Dax-Konzern Beiersdorf weiß nicht, wohin mit seinem Geld. Auf fast 3,8 Milliarden Euro haben sich die Barmittel des Nivea-Herstellers inzwischen aufgetürmt, wie aus den am Mittwoch vorgelegten Geschäftszahlen für 2016 hervorgeht. Das Unternehmen prüfe weiterhin mögliche Zukäufe, sagte Vorstandschef Stefan F. Heidenreich, der allerdings keinen baldigen Vollzug erwartet.

Als „gute hanseatische Kaufleute“ würden die Beiersdorf-Manager nur dann zuschlagen, „wenn es passt und der Preis stimmt“. Genau das sei aktuell nicht der Fall. „Konsumgüterunternehmen sind derzeit völlig überteuert.“ Im Übrigen sei es ein gutes Gefühl, schuldenfrei zu sein.

Die Kriegskasse der Eimsbüttler hat sich im abgelaufenen Jahr weiter gefüllt, für das der Vorstand jetzt Rekordzahlen vermeldete. Der Umsatz kletterte um rund drei Prozent (organisch) und ein Prozent nominal auf 6,75 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) überstieg erstmals die Milliardengrenze (1,01 Milliarden Euro); nach Steuern blieb ein Plus von 8,4 Prozent auf 727 Millionen Euro. Zum Umsatz steuert die Unternehmenstochter Tesa mit Sitz in Norderstedt ein Sechstel bei. Dort ging das EBIT leicht auf 186 Millionen Euro zurück.

Trotz der satten Gewinne zeigt sich Beiersdorf seinen Aktionären gegenüber unbeirrt zugeknöpft. Die Dividende stagniert bei 70 Cent – wie seit Jahren. Und das obwohl der Unternehmenswert sich seit 2011 auf nun 20 Milliarden Euro verdoppelt hat. Ein großer Teil der geplanten Ausschüttung von 159 Millionen Euro für 2016 fließt an die Hamburger Milliardärsfamilie Herz, die über ihre Holding Maxingvest gut die Hälfte der Anteile an dem Kosmetikkonzern hält.

Erfolgsgaranten waren im vergangenen Jahr erneut die Produkte der Nivea-Serie. Zuwächse mit Cremes, Duschgels und Shampoos gab es national wie international, wobei Schwellenländer besonders positive Zahlen beisteuerten. Bewährt habe sich auch die Nivea-Männerproduktserie, für die unter anderem die Kicker von Real Madrid mit Superstar Cristiano Ronaldo werben. Große Hoffnungen setzt die Führungsetage für 2017 auf die neue Sonnencreme Nivea Sun, laut Heidenreich die erste weltweit, deren Flecken sich aus Kleidung auswaschen lassen. „Das wird den Bereich der Sonnencremes völlig verändern.“

Ein wenig von dem angesparten Vermögen will Beiersdorf in seine Zentrale an der Unnastraße investieren. Die soll modernisiert und in Teilen neu gebaut werden. Am Hauptsitz Hamburg arbeiten etwa 2500 der weltweit knapp 18.000 Konzernbeschäftigten.

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erstellt am 08.Mär.2017 | 07:17 Uhr

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