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Hamburg

10. Dezember 2016 | 04:18 Uhr

A1 und A7 : Baustellen und Vollsperrungen - in Hamburg wird's noch enger

vom
Aus der Onlineredaktion

Die A7 wird nördlich und südlich des Elbtunnels saniert. Gleichzeitig. Ein Gymnasium bekommt einen Tag schulfrei.

Hamburg | Halbzeit beim größten Autobahnausbau in Deutschland - doch entspannter wird es für Autofahrer auf der A7 in und um Hamburg zunächst nicht. Im Gegenteil. In den nächsten Wochen kommt es knüppeldick, die Autobahn wird nun auch südlich des Elbtunnels zur Großbaustelle. Zeitgleich wird auf der A1 und der Kieler Straße gebuddelt - der Autofahrer-Herbst wird heiß und staureich. Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) warb um Verständnis: „Es sind herausragende bauliche Maßnahmen, die gewisse Einschränkungen erforderlich machen.“

Bemerkenswert: Ganz bewusst legt die Verkehrsbehörde die Sanierung der A7 in Fahrtrichtung Flensburg nördlich und südlich des Tunnels zusammen. Horch: „Damit es nicht monatelange Beeinträchtigungen gibt.“ Im Norden wird die Fahrbahn fit gemacht für die Verschwenkung zwecks achtstreifigem Ausbau. Im Süden bereiten die Ingenieure die ab 2018 geplante Verbreiterung auf ebenfalls acht Spuren vor. Bei der Gelegenheit, so versichern die Planern, werden weitere Ausbesserungen erledigt.

Ab Sonntag, 4. September stehen zwischen den Anschlussstellen Heimfeld und Volkspark damit in Richtung Norden auf 13 Kilometern zwei statt drei Fahrspuren zur Verfügung; auch eine von vier Elbtunnelröhren ist dicht. Im gesamten Baustellenbereich herrscht Höchsttempo 60. Die Einschränkungen gelten zwischen Elbtunnel und Volkspark bis 10. Oktober, zwischen Heimfeld und Tunnel bis 6. November. Die Fahrtrichtung Hannover ist nicht betroffen.

Gar nichts geht mehr auf der A7 am Wochenende 9. bis 12. September in Stellingen. Zwischen der Anschlussstelle Stellingen und dem Dreieck Nordwest sind beide Fahrtrichtungen für 55 Stunden voll gesperrt, um zwei Brücken abzureißen. Es gibt weiträumige Umleitungsempfehlungen ab Neumünster zur A1, sowie innerstädtisch über die Holsteiner Chaussee. Zumindest die Schüler des Gymnasiums am Wördemannweg werden nicht böse sein. Sie haben wegen der Abrissarbeiten am 12. September schulfrei. Die benachbarte Grundschule muss dagegen Unterricht anbieten. Die Kinder werden von Polizisten und Eltern an der spektakulären Baustelle vorbeigeführt.

Vom Autobahnkreuz Süd bis Stillhorn auf der A1 gibt es ebenfalls eine Vollsperrung, allerdings nur für den Verkehr in Richtung Bremen. Der Südosten Hamburgs wird dadurch zum Nadelöhr, denn auch die A25 aus Geesthacht und die A255 aus der Innenstadt werden betroffen sein.

Zusätzlichen Stress für Ein- und Auspendler verheißt die Sanierung der Kieler Straße. Die Einfallstraße wird vom 7. Oktober bis 21. November nur vier- statt sechsstreifig befahrbar sein; an Wochenenden nur zweistreifig. Grund sind Anpassungen für den A7-Ausbau, kombiniert mit einer Erneuerung der Fahrbahn zwischen Eimsbüttler Markt und Sportplatzring. Und: Eng wird es an vier Wochenenden bis 10. Oktober auch auf der A1 zwischen Moorfleet und Stillhorn.

„Die Baustellenkoordinierung in Hamburg ist besser als ihr Ruf“, betonte Sprecherin Susanne Meinecke. Nach den Worten von Horch ist die A7-Baustelle die größte in Deutschland. Eine solche Maßnahme könne „nicht heimlich gemacht“ werden. „Ohne Störung geht es nicht.“ Die Behörde appellierte an die Autofahrer, auf S-, U- und Regionalbahnen umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.

Es gibt indes auch gute Nachrichten von der A7-Mega-Baustelle. Der erste Deckabschnitt des Lärmtunnels in Schnelsen ist fertig. Am Montag will Horch diesen feierlich begehen.

(mit dpa)

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erstellt am 01.Sep.2016 | 16:22 Uhr

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