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Hamburg

07. Dezember 2016 | 09:32 Uhr

Amon Amarth Konzert in Hamburg : Bärtige Wikinger erobern die Sporthalle

vom

Die schwedische Death Metal Band Amon Amarth begeistert die Hamburger Fans.

Hamburg | Es kommt offenbar nicht häufig vor, dass die Sporthalle in Hamburg derart erschüttert wird. Zumindest flattert immer wieder etwas Silberflitter wie vereinzelte Schneeflocken von der Hallendecke, wenn Amon Amarth beim Konzert am Samstagabend die Pyroshow durchzündet. Riesige Feuerknüppel rummsen dann in Richtung Hallendecke und lösen offenbar die kleinen Schnipsel, die nach längst vergessenen Veranstaltungen auf den Kabelschächten liegen geblieben sind.

Und auch musikalisch geht es zur Sache. Die äußerst bärtigen Schweden haben ihr aktuelles Album Jomsviking im Gepäck und grollen dazu noch ihre älteren Hits wie „Deciever of the Gods“ oder „As Loke falls“. Immer wieder wetzt Sänger und Energiebündel Johan Hegg dabei auf der Bühne hin und her, erklimmt Podeste, tobt vor den Feuerkeulen, lässt seinen üppigen blonden Bart und die langen Haare kreisen und zückt am Ende einen – offensichtlich nicht besonders massiven – Thorshammer, mit dem er ein riesiges Ungeheuer, mutmaßlich die Midgardschlange, bekämpft, die sich plötzlich auf der Bühne zum Schlagzeuger gesellt hat.

 

Dabei geht es doch so romantisch zu auf Jomsviking, dem ersten Konzeptalbum der Band. Ein Fan, Modell langhaariger Hüne mit Flecktarnjacke, erklärt ungefragt und ein wenig lallend die Geschichte: „Ein Krieger kehrt zurück und seine Geliebte hat inzwischen mit jemand anderen geheiratet. Und dann tötet er aus Versehen jemanden.“ Vor allem der große Liebeskummer hat den Fan berührt. „Da hat man so ein Gänsegefühl", schwärmt er und setzt einen Hundeblick auf. „Zum Dahinschmelzen.“

Doch zu Amon Amarth geht man nicht für romantische Balladen. In der Halle, gut gefüllt mit größtenteils schwarz gekleideten männlichen Fans, herrscht eher eine ausgelassene Partystimmung – und die düstere Menge grölt erfreut, als Johan Hegg das deutsche Bier als bestes der Welt lobt. „Ich wusste, das würde euch gefallen“, sagt der Musiker grinsend und legt los mit dem Ohrwurmerzeuger „Raise your Horns“.

 

Sehenswert sind auch die Vorbands: Die Thrash Metal-Veteranen von Testament stellen ihr taufrisches Album „Brotherhood of the Snake“ vor – und „Grand Magus“ aus Schweden eröffnen die Metal-Nacht mit eingängigen Songs von ihrem Album „Sword Songs“.

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erstellt am 30.Okt.2016 | 07:00 Uhr

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